Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Juhász, Á.: Petrographische Untersuchung paläozoischer Magmatite aus dem Balatonhochland

Falle einer idealen Zusammensetzung des Biotits — bei dem gegebenen Biotit­gehalt nötig wäre, und ein Teil dieses spärlichen K 2 0 Gehaltes ist auch an Orthoklas gebunden. Es läge folglich an der Hand, den hohen Albitgehalt im Sinne der Transvaporisationstheorie von E. Szádeczk y-K a r d o s s aus dem Nebengestein abzuleiten. Nach E. Szádeczk y-K a r d o s s ist die trans­vaparisatorische Wirkung der Na-reichen grauwackenartigen marinen Sedimente bzw. des Meerwassers der Bildung von Natrongesteinen günstig. I. Csalago­V i t s hat im Laufe seiner Untersuchungen an den Gesteinen des Mecsekgebirges die Herkunft des Na-Gehaltes aus dem Nebengestein bewiesen (43). Nach einer wörtlichen Mitteilung von I. Csalagovits hängt der Zusammenhang des Na-Gehaltes mit dem Wassergehalt von der Teufe ab. Das wird auch durch die neueste Sowjetliteratur behauptet, und gerade in Zusammenhang mit Quarz­porphyrgesteinen, auf Grund von Untersuchungen über die Abhängigkeit der Vererzungen seltener Metalle vom Na-Gehalte (17). Die Nebengesteine der paläozoischen Magmatité aus dem Balatonhochland sind nachträglich metamorphisiert worden, jedoch konnten diese zur Zeit des Magmaaufstiegs noch sehr wohl grauwackenartige sandig-tonige wasserreiche Ablagerungen gewesen sein. Die Abstammung des Na-Gehaltes dieser paläozoischen Magmatité aus dem Nebengestein wird des weiteren unterstützt dadurch, dass in den untersuchten Fällen der Na-Gehalt innerhalb eines gegebenen Magmatitkörpers mit zuneh­mender Entfernung vom Kontakt parallel mit dem Gehalt an Leichtflüchtigen abnimmt. Diese Erscheinung, die in mehreren Aufschlüssen durch Alkalienana­lysen bestätigt worden ist, wird zusammen mit den Eigenschaften gewisser ande­rer, merkwürdig variierender Elemente am Beispiel des Steinbruches von Alsó­őrs durch Abb. 4. erleuchtert. Dieses Diagramm zeigt auch die chemischen Variationen im phyllitischen Nebengestein in Abhängigkeit von der Entfernung vom Kontakt. Man bemerkt, dass innerhalb des Magmatitkörpers nicht bloss der Gehalt an Na 2 0 und -j- H,0, sondern auch der Gehalt an MgO und Fe á O ;í dem Kontakt entgegen zunimmt. Bei der kleinen Schwankung dieser Mengen muss man vor Augen halten, dass der Aufschluss selber von kleiner Ausdehnung ist und weiterhin dass wegen der kleinen aufgeschlossenen Teufe die Probeentnahme­steilen dem Phyllit im Hangenden immer sehr nahe lagen. Die durch chemische Analyse nachgewiesenen Veränderungen werden auch durch mikroskopische Beobachtung bestätigt, insofern als der Biotitgehalt von 6 — 7% im Gesteinsinne­ren auf 14% in 1 m entfernung vom Kontakt ansteigt, unter gleichzeitiger gerin­ger Abnahme des K 2 0-Gehaltes. Der lepidomelanartige Biotit und seine Chlori­tisierung können diese Erscheinung nicht völlig begründen. Vermutlich nimmt die Menge des Orthoklases auch ab, was eine Abnahme des totalen Kaligehaltes zufolge hat, das konnte jedoch durch mikroskopische Untersuchung nicht nach­gewiesen werden. Diese Zusammenhänge, die selbstretend noch durch weitere Untersuchun­gen unterstützt werden müssen, stehen auch mit der Grösse der Magmatitkör­per in Verbindung. Die grössten Na 2 0-Gehalte treten an den randlichen Teilen der grössten Magmatitkörper auf, wogegen die lagergangartigen Körper, deren Gefüge auch eine schnellere Abkühlung indiziert, nur 3 — 4% Na 2 0 enthalten, ebenso wie die zentralen Teile der grösseren Gesteinkörper. Die Abstammung des Na-Gehaltes aus dem Nebengestein wird letzten Endes durch Spurenelement­Analysen zu klären sein. 2 Természettudományi Múzeum Évkönyve

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