Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Juhász, Á.: Petrographische Untersuchung paläozoischer Magmatite aus dem Balatonhochland

Zum Vergleich teile ich die Niggli-Werte der ähnlichen Magmattypen mit : Tabelle VII. Magmatittypen mit denen vom Balatonhochland ähnlichen Niggli-Werten. Typ si al Cm c alk k mg Kalkalkali-Gruppe, Trondhjemitische Typen 340 400 363 42 43,5 43,5 20 15 21,5 8 3,5 3,5 30 38 31,5 0,25 0,25 0,05 0,3 0,25 0,45 Natrongruppe alkaligranitische Typen . 400 41 15 3 41 0,35 0,2 Lahn-Porphyr (Langenaubach) Nach Niggli 316 39 26 1 34 0,09 0,5 Quarzkeratophyr (Nikolai Pawda) Nach Rosenbusch, eigene Berechnung 351 40 19 5 36 0,08 0,3 Wie ersichtlich, liegen die Werte der Gesteine aus dem Balatonhochland zwischen denen des trondhjemitischen und alkaligranitischen Magmentyps. Bereits Niggli hat darauf hingewiesen, dass gewisse Quarzkeratophyre Über­gänge zwischen den zu den Alkaligraniten gehörenden Quarzkeratophyren und den vulkanischen Gesteinen trondhjemitischen Typs (Natronrhyolit, Dazit) dar­stellen. Folglich haben wir hier mit einem Übergang zwischen pazifischer und atlantischer Provinz zu tun. E. Szádeczk y-K a r d o s s deutete schon zur Zeit der Begründung der Transvaporisationstheorie in Zusammenhang mit den Keratophyren des L a h n-D i 11-Gebietes an, dass die Zugehörigkeit eines Magmas zu dieser oder jener Magmaprovinz durch transvaporisatorische Effekte modifiziert werden kann (11). Auf dieser Grundlage bewies I. Csalagovits die transvaporisatorische Bedingtheit des mediterranen bzw. atlantischen Charakters der Alkaligesteine aus dem Mecsekgebirge (4). Diese Verbindung zwischen pazifischer und atlantischer Provinz gestattet im Falle der paläozo­ischen Magmatité aus dem Balatonhochland noch die Feststellung eines weiteren Zusammenhanges. Nämlich bezeichnet E. Szádeczk y-K a r d o s s die trondhjemitischen Gesteine als Hemiorthomagmatite, wogegen er die kerato­phyrisch-weilburgitischeii Gesteine der L a h n-D i 11-Revieres als hypomagma­tisch betrachtet. Folglich stellen die paläozoischen Magmatité aus dem Balaton­hochland gleichzeitig Übergänge zwischen den trondjemitischen hemiorthomag­matischen und den keratophyrischen hypomagmatischen Gesteinen dar. Wie bekannt, leitete Goldschmidt die Entstehung der trondhjemitischen Gesteine von einem durch Kontakt mit sandig-tonigen, wasserreichen Sedimen­ten feuchtgewordenen Magma ab, in der Weise, dass das Wasser den K-Gehalt des Magmas schon in den basischeren Differentiationsprodukten in der Form von Biotit ausfällt, wodurch statt Orthoklas saurer Plagioklas zustandekommt. Die sauren Differenzierungsprodukte werden folglich kaliarm. Jedoch steht mit der Goldschmidtschen Erklärung des grossen Albitgehaltes im Falle der Subvulkanite vom Balatonhochland der Umstand in Widerspruch dass die kleinsten KoO-gehalte eben in den biotitreichsten Proben auftreten, und andererseits, dass die Menge des K.,0 wesentlich kleiner ist, als es — im

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