Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)
Juhász, Á.: Petrographische Untersuchung paläozoischer Magmatite aus dem Balatonhochland
ist der Quarz nur selten idiomorph, nie resorbiert, öfters zerbrochen, meistens korrodiert und grösstenteils undulös auslöschend. Die grössten dihexaedrischen Quarze sind wasserklar, wogegen die kleineren Körner häufige Einschlüsse von Mikrongrösse enthalten. Die Feispäte sind hypidiomorph, selten idiomorph, meistens tafelig. Das Verhältnis Orthoklas zu Plagioklas ist variabel. Der Plagioklas ist meistens Albitoligoklas, z. T. Albit, mit häufiger Albit-Zwillingslamellation. Die Feldspäte sind zerbrochen, verbogen, ja manchmal vollkommen aufgerieben. Sie enthalten öfters Quarzspindeln. Es kommen auch einige zonale Plagioklase vor. Als seltene Erscheinung ist auch die Hämatitisierung der Plagioklase vorzufinden. Der Biotitgehalt beträgt in diesem Gestein in extremen Fällen bis 20%. Biotit ist im allgemeinen grösser als die übrigen porphyrischen Gemengteile. Es ist immer zerknüllt, verbogen, oder vollkommen ausgewalzt, meistens in Chlorit, Hämatit, Titaneisen zersetzt. Der nicht chloritisierte Biotit ist auch bleich, zeigt jedoch noch einen starken Pleochroismus. Er enthält manchmal Einschlüsse von Zirkon, andersmal von Epidot. Die Grundmasse von 5—10 fi durchschnittlicher Korngrösse besteht aus Quarz, Feldspat, Serizit, Biotit, Chlorit, Titaneisen, Hämatit, und sekundärem Limonit. Das Gefüge ist intensiv geregelt. Die Grundmasse wurde durch starke Pressung von unter den porphyrischen Körnern ausgewalzt. In solchen Fällen schmiegen sich letztere dicht aneinander, und das Gefüge wird scheinbar panidiomorphkörnig. Jedoch kommen dann zwischen den porphyrischen Körnern immer Grundmassen-Fetzen vor, meistens aus Biotit bzw. Chlorit, die als Schmiermittel bei der Durchbewegung des Gesteins gedient haben. Die Erscheinung tritt in grundmassenreichen Gängen nicht auf, in letzteren ist das Grundmassengefüge selber geregelt. Häufig kann auch eine nachträgliche Quarzitisierung nachgewiesen werden, besonders in der Nähe der Quarzadern. Xenolithe von Zentimetergrösse (Serizitschiefer, Lydit, Quarzit) sind auch häufig. Manchmal kann auch eine mikroskopische Bänderung beobachtet werden, der Unterschied zwischen den Bändern liegt an der Grösse der porphyrischen Gemengteile und am Biotitgehalt. In den Bändern mit grösseren porphyrischen Gemengteilen ist Biotit seltener. Die chemische Zusammensetzung eines charakteristischen Lagerganges ist wie folgt : Tabelle V. Chemische Zusammensetzung eines mikroholokristallin-feinporphyrischen Magmatiti Typ 3, aus dem Landstrasseneinschnitt bei Lovas. o/ o/ /o /o Si0 2 67,97 CaO 0,36 TiOj 0,52 Na,0 4,62 A1 2 0 3 16,06 K 2 Ö 1,03 Fe 2 0 3 2,59 P 2 O ä 0,06 FeO 3,04 — H 2 0 0,30 MnO 0,23 +H 2 0 2,57 MgO 0,95 C0 2 0,00 Insgesamt 100,30 Analytiker Frau L. Nemes Diese lagergangartigen Gesteine können folglich irn allgemeinen als Natron(juarzporphvrite (Chlorodazitporphyrit) bzw. wegen ihrer metamorphen Eigenschaften als Porphyroide (chlorodazitogene Epigneise) zeichnet werden.