Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)
Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges
Diese Art wurde bis 1940 teils zu der Art D. pratti (Schlumberger, 1903), teils zu der Art D. archiaci (Douvillé 1922) gereiht, die eingehenden Untersuchungen von van der Weijden haben aber gezeigt, dass diese Form weder zu der einen noch zu der anderen Art mit Sicherheit gereiht werden kann. So bezeichnete er diese Art als augustae. Auch Brönnimann untersuchte sehr ausführlich diese Art, besonders ihren Embryonalapparat und die Feinstruktur der Äquatorialkammern (1940b), wobei er auch zahlreiche neue morphologische Beobachtungen gemacht hat. Gut erhaltene Exemplare von D. augustae kommen in unserem Gebiet auch in mehreren Fundorten (Urkut, Köleskepe árok 2 und 3) vor, aber nur die makrosphrische Generation, sodass ich im Folgenden nur die Beschreibung derselben geben kann. Äussere Merkmale. Flache, dünne Discocyclinen, in der Mitte mit einem meistens gut abgegrenzten Knopf. Ganz selten wird der Knopf von einer ganz seichten Furche umgeben. Der Durchmesser beträgt 4,2 mm, die Dicke im Durchschnitt 0,8 mm. Der Durchmesser des Knopfes beträgt etwa 1 / 3 — l / 4 des Gehäusedurchmessers. Ganz selten kann der Knopf auch fehlen und dann sind die Formen auch dünner. Die Gehäuseoberfläche, wird von kleinen Pfeilern dicht bedeckt, die Pfeiler sind am Knopf etwas stärker entwickelt, am Rand dagegen schwächer und es kann auch der Fall vorkommen, dass sie konzentrische Ringe bilden. Die Pfeiler werden von je 5—7 weiten Seitenkammern umgeben. Innere Merkmale. Äquatorialschnitt. — Der Embryonaiapparat ist nephrolepidin. Dieser Typ ist unter den Discocyclinen verhältnismässig selten. Brönnimann erwähnt zwar Individuen dieser Art (1940b) mit einer Ubergangsanordnung zwischen nephrolepidin und trybliolepidin, ja sogar auch reine trybliolepidine Formen, für die Art ist aber doch die nephrolepidine Anordnung charakteristisch. Auch in unserem Material kommt dieser Typus vor. Der Protoconch ist fast kreisrund, selten in der Richtung der Hauptachse etwas zusammengedrückt. Der Deuteroconch, dessen Form veränderlich ist, umgibt ihn etwa zur Hälfte. Die Masse des Embryonalapparates betragen auf Grund 2 genau äquatorialer Schnitte : Querdurchmesser des Protoconchs 0,14 mm, Längsdurchmesser 0,12 mm, Querdurchmesser des Deuteroconchs 0,26 mm. Die Wände der Embryonalkammern sind 0,02 mm dick. Unter den Periembryonalkrmnern können 2 Haupt-, 20 Neben- und 3 Interauxiliarkammern beobachtet werden. An einem Exemplar kann Segmentbildung festgestellt werden. Die Hauptauxialkammern sind ziemlich gross. Die Gestalt der Äquatorialkammern ist fast quadratisch. Gegen den Rand zu wird die Gestalt etwas mehr verlängert. Axialschnitt. — Der Protoconch ist auch in diesem Schnitt fast kreisrund. Seine Höhe beträgt durchschnittlich 0,16 mm, die des Deuteroconchs 0,14 mm. Die Höhe der Äquatorialkammern nimmt gegen den Rand hin allmählich zu. Unterscheidung von anderen Arten. Der Embryonalapparat von D. pratti ist trybliolepidin, ferner sind ihre Pfeiler kleiner als- die der Art D. augustae. Die juvenilen Exemplare von D. archiaci sind leichter mit D. augustae zu verwechseln, der trybliolepidine Embryonalapparat sowie die rundliche Gestalt trennen je doch die beiden Formen voneinander. Vorkommen. D. augustae kam in ihren Fundorten (Urkut Bohrung Nr. 159, Köleskepe árok 2 und 3) aus oberlutetischen Ablagerungen zum Vorschein .