Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)
Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges
Discocyclina sella (d'Archiac), 1848 (Taf. I, Fig. 4, 6, 9 (oben); Textfig. 7) 1848 Orbitolites sella d'Archiac, p. 405, Pl. VIII, fig. 16a. 1868 Orbitoides ephippium Schlotheim, Gümbel. p. 696, Taf. III. fig. 15, 16. 1903 Orthophragmina sella d'Archiac, Schlumberger, p. 278, Pl. IX, fig. 14—16, 25. 1922 Discocyclina sella d'Archiac, Douvillé, p. 69, Pl. IV, fig. 6. 1929b Discocyclina sella (d'Archiac) Llueca, p. 277, Lám. XII, figs 11—12. 1940 Discocyclina (Trybliodiscodina) sella d'Archiac, van der Weijden, p. 48, Pl. VII, fig. 3—5. Unsere häufigste Art. Sie beträgt 57,1% des ganzen Materials in der Discocyclinenfauna. Sie kommt in allen Fundorten massenhaft vor. Auch in den ausländischen Vorkommen ist sie sehr häufig. Es sind nur A-Formen zum Vorschein gekommen. Abb. 7. Discocyclina sella (d'Archiac). Ajka. a) Das Netz der Lateralkammern, 40 X. b) Embryonalapparat mit den umgebenden Aquatorialkammern, 40 X . Äussere Merkmale. Diese Discocyclinen sind meistens sattelförmig, gebogen. Ihre Gestalt ist manchmal etwas bogenförmig, ganz selten kann sie auch flach sein. Der Durchmesser beträgt durchschnittlich 10,0 mm (7,3—13,8), die Dicke 1,3 mm (0,9—1,5). In der Mitte befindet sich ein ein wenig entwickelter Knopf, der meistens nicht deutlich umgrenzt ist. Die Oberfläche wird von kleinen Pfeilern bedeckt, die unregelmässig angeordnet sind. An den Rändern können sie manchmal konzentrische Ringe bilden. Die Durchmesser der Pfeiler betragen 0,04—0,08 mm. Die Pfeiler werden von je 7—10 Lateralkammern umgeben. Innere Merkmale. Äquatorialschnitt. — Die Embryonalkammern weisen eine trybliolepidine Anordnung auf. Der Protoconch ist in der Richtung der Hauptachse etwas zusammengedrückt. Infolge der sattelförmigen Gestalt ist die Anfertigung von den einzelnen Schnitten recht schwierig. Es gelang mir jedoch 5 Schnitte genau in der äquatorialen Ebene herzustellen, auf Grund deren die Masse des Embryonalapparates wie folgt angegeben werden können : Querdurchmesser des Protoconchs 0,15 mm, Längsdurchmesser 0,13 mm, Querdurchmesser des Deuteroconchs 0,36 mm. Die Wände der Embroynalkammern sind 0,02 mm dick. Die Anzahl der Hauptauxiliarkammern beträgt 2. Sie unterscheiden sich deutlich durch ihre Form von den übrigen Periembryonalkammern. Sie sind auffallend breit und niedrig. Die Äquatorialkammern werden gegen den Rand zu länger und schmaler. Axialschnitt. — In diesem Schnitt ist D. sella leicht zu erkennen, teils wegen der gebogenen Form, teils wegen der niedrigen Embryonalkammern. Die Grösser der Äquatorialkammern nimmt gegen den Rand hin zu, ihre Wände sind dick. Die Lateralkammern sind gleich den Äquatorialkammern sehr niedrig und dickwandig.