Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)

Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges

4. Systematische Skizze Die systematische Lage der Discocyclinen, Actinocyclinen und Astero­cyclinen war eine recht veränderliche. Im Laufe der Zeit wurden sie unter 24 verschiedenen Gattungs- bezw. Untergattungsnamen angeführt. Es wurden weniger die verwandtschaftlichen Beziehungen als die systematischen Kate­gorien umstritten. Uber die systematische Einteilung der erwähnten Gattungen wurden in wesentlichen folgende Ansichten vertreten : 1. Die Abtrennung der einzelnen Gruppen ist überflüssig. Bei Schlumberger (1903, 1904). werden alle 3 Gruppen unter dem Namen Orthophragmina erwähnt. 2. Die Abtrennung der Gruppen ist notwendig ; innerhalb dieser Auffassung kommen folgende Möglichkeiten vor : a) Alle 3 Gruppen werden als Untergattungen betrachtet ; b) Actinocyclina ist eine Untergattung von Discocyclina und Asterocyclina repräsentiert eine Gattung; c) Alle 3 Gruppen sind gleichwer­tige Gattungen. Die erste Arbeit, die sich mit dem System der Discocycliniden befasste, war die von Gümbel (1868). Er betrachtete die 3 Gruppen als Untergat­tungen von Orbitoides und unterschied sie voneinander ausschliesslich auf Grund der äusseren Merkmale. Schlumberger (1903, 1904) schrieb den äusseren Merkmalen keine generische Bedeutung zu, er zog die von Güm­bel unterschiedenen Untergattungen wieder in die Gattung Orthophragmina ein. Do u vilié (1922) kam in seiner Revision zu der Einteilung G ü m b e 1 s zurück, hat sie aber gleichzeitig vereinfacht. Er unterschied die scheiben­(Discocyclina), die berippten (Actinocyclina) und die sternförmigen (Astero­discus) Formen voneinander. Die Discocyclinen werden von ihm auf Grund ihrer äusseren Merkmale in weitere 3 Gruppen eingeteilt. Auch Galloway (1928) hat die Orbitoiden einer Revision unterzogen und allein auf Grund morphologischer Unterschiede dieselben in 3 Gattungen (Discocyclina, Asterocyclina, Actinocyclina) eingeteilt und die Unterfamilie Discocyclininae aufgestellt. Auch in seinem Handbuch (1933) werden die Acti­nocyclinen und Asterocyclinen als morphologisch abweichende Formen der Discocyclinen betrachtet. Van der Weijden (1940) teilte die Gattung Discocyclina auf Grund der Anordnung des Embrynalapparates in 5 Untergattungen ein (Discocylina, Eudiscodina, L mbilicodiscodina, Tsodiscodina, Trybliodiscodina) . Wahrscheinlich hat aber van der Weijden den inneren Merkmalen eine zu grosse Bedeutung zugeschrieben, da die phylogenetische Entwicklung nicht mit der stratigraphischen Reihenfolge parallel abläuft, wie darauf auch von Brön­nimann (1940a) hingewiesen wurde. V a u g h a n und Cole haben in dem im Jahre 1940 erschienenen Buch von C u s h m a n die Discocyclinen als eine Familie zusammengefässt. Inner­halb dieser Familie werden die Discocyclinen und Asterocyclinen als Gattungen unterschieden, während die Actinocyclinen als eine Untergattung von Dis­cocyclina betrachtet werden. Auch in der 1955 erschienenen Ausgabe dieses Handbuches findet man dasselbe System dieser Familie. Brönnimann (1946, p. 610) hat nach eingehenden Studien (1940a, 19406, 1946a) das System der Familie Discocyclinidae ausgearbeitet. Die Fa­milie wurde von ihm auf Grund der abweichenden Struktur der Äquatorialkam­mern in 2 Unterfamilien eingeteilt. Die eine Unterfamilie (Discocyclininae) enthält diejenigen Formen, die in ihrem Äquatorialschmitt Kammern und

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