Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)
Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges
Kämmerchen aufweisen. Hierher gehören die Gattungen Discocyclina und Actinocyclina, ferner noch weitere 3 Gattungen, deren Verbreitung aber sehr beschränkt ist. Die andere Unterfamilie (Orbitoclypeinae) fasst diejenigen Formen zusammen, die in ihrem Äquatorialschnitt nur Kammern aufweisen. Hierher gehören die Gattungen Asterocyclina und Orbitoclypeus. Seine Einteilung wird weder durch die Bildung von Radialrippen (Actinocyclina), noch durch die radiale Gliederung der Äquatorialkammern (Asterocyclina) noch die Lage der Stolonen oder ihre Anzahl beeinflusst. Allerdings muss bemerkt werden, dass Brönnimann in einer späteren Arbeit (1951) den Gedanken aufwirft, ob man für die Asterocyclina und ihre verwandten Formen nicht die Familie Asterocyclinidae aufstellt. Auch das kürzlich erschienene mikropaläontologische Handbuch von Pokorny (1958) folgt in der Behandlung der Discocycliniden dem System von Brönnimann. Zum Schluss möchte ich noch den neuesten systematischen Versuch erwähnen. N e u m a n n (1958) hat in seiner Arbeit, von der aber bis jetzt nur die Thesen publiziert worden sind, die Orthophragminen nicht als eine selbständige Familie betrachtet, sondern er zieht sie in den Rahmen der Familie Orbitoididae ein. Wir nehmen das sowohl phylogenetisch als auch morphogenetisch richtig begründete oben geschilderte System von Brönnimann an und folgen ihm in unseren Beschreibungen. 5. Systematische Beschreibung der einzelnen Arten Familia Discocyclinidae Vaughan & Cole, 1940 Subfamilia Discocyclininae Brönnimann, 1946 Genus Discocyclina Gümbel, 1868 Das Gehäuse ist äusserlich scheibenförmig, ohne Radialrippen. Innerhalb der Gattung hat D ou vilié (1922) allein auf Grund der äusseren Merkmale 3 Formenkreise (D. archiaci, D. nummulitica und D. sella) unterschieden. Das Gehäuse besteht nach seinem inneren Aufbau aus einer Schicht von Äquatorialkammern und einer Schicht von Lateralkammern, die an beiden Seiten der Äquatorialkammern angeordnet sind. Der Embryonalapparat der makrosphärischen Generation besteht aus 2 Kammern. Die eine Kammer (Deuteroconch) umfasst teilweise oder ganz die andere Kammer (Protoconch). Abhängig vom Mass der Umfassung unterscheidet man 3 Typen der Anordnung des Embryonalapparates (Abb. 3). Die trybliolepidine Anordnung ist bei den Discocyclinen sehr häufig. Der meistens kleine Protoconch wird vom grossen Deuteroconch 2 / 3 oder 4 / 5 umgeben. Der Deuteroconch umgibt manchmal den Protoconch in solchem Masse, dass der Protoconch im Inneren des Deuteroconchs an ihrer inneren Wand wie auf einem Stiel zu sitzen scheint. Diese Anordnung wurde von van der Weijden als umbilicodiscodin bezeichnet. Wir aber schliessen uns der Auffassung von Schweighauser (1953) an, der diese Anordnung als einen extremen Fall des trybliolepidinen Typus betrachtet. Die eulepidine Anordnung ist bei den Discocyclinen bereits seltener. Der dünnwandige Protoconch wird vom dickwandigen Deuteroconch vollkommen oder fast vollkommen umgeben. Dieser Typus zeigt oft Übergänge zu der trybliolepidinen Anordnung.