Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy

— juvenile Exemplare des G. variáns sind, im allgemeinen stehen sie aber in der Mitte zwischen G. variáns und G. homalosomus. Ihre Struktur ist jener des letzteren ähnlich, demgegenüber werden sie durch jenen Umstand dem G. variáns ähnlich, dass an den Seitenwänden des Gehäuses zwar verschwomme­ne, aber doch bestimmt erkennbare leistenartige longitudinale Erhöhungen sich hinziehen. Das grösste Exemplar hat drei Umgänge, sein Durchmesser belauft sich auf 4,5 mm. 28. Succinea sp.? Wir haben ein einziges Exemplar und zwar aus der Schicht No. 10. Sie steht zur Art S. pfeifferei Rm. nahe, scheint aber mit ihr nicht identisch zu sein. Eine Abweichung besteht in der Gestaltung der übrigens beschädigten Mün­dung. 29. Strobilops tiarula pachychilus Soós, n. v. (Taf. V., Fig. 11 — 13) 1934. Strobilops tiarula Soós, Állatt. Közi., 31, p. 196. In meinem die Fauna von Öcs behandelnden Aufsatze habe ich diese Form als mit der Art S. tiarula Sdbgr. identisch betrachtet, aber weitere Unter­suchungen und Erwägungen zwingen mich dazu, sie von der Stammform abzu­sondern. Wenn auch in Hinsicht ihrer allgemeinen Form und ihrer Geripptheit einige Abweichungen beobachtet werden können (ihr letzter Umgang ist mehr abgerundet, die Anzahl der Rippen beläuft sich auf 50—55), diese würden ihre Absonderung nicht motivieren, sie wird aber durch die charakteristische Ent­wicklung ihrer Mündung begründet. Ihr Rand ist nämlich überentwickelt und stark verdickt, er gliedert sich oft in einen inneren dickeren und einen äusseren dünneren Teil, die beiden Ränder werden durch eine dicke Emailplatte ver­bunden. Das Typenexemplar wurde in der Sammlung der Ungarischen Geologischen Anstalt untergebracht. Die Strobilops gehört zu jenen Gastropoden, deren Mündung mit einem Lamellensystem versehen ist. In der Mündung der S. tiarula können zwei an der parietalen Wand sitzende und in die Höhlung der Mündung hinziehende Lamel­len ohne Schwierigkeiten beobachtet werden. Von den beiden Lammellen ist die äussere, also zur Peripherie des Gehäuses näher gelegene stärker, die innere, näher zur Spindel stehende weniger entwickelt und beiläufig halb so dick und hoch, wie die andere. Bei der var. pachychilus ist der Unterschied zwischen den beiden viel bedeutender : die äussere ist mächtig, hoch und dick, ihr Ende reicht bis zum Rande des die beiden Ränder der Mundöffnung verbindenden callus parietalis, die innere ist viel kleiner, oft rudimentär und übergreift auf den callus parietalis nicht. Ausser diesen beiden Lamellen hat sie tieferliegende, von aussen nicht sichtbare Falten: eine Falte läuft an der Spindel entlang und kann beiläufig bis zur halben Tiefe des letzten Umganges verfolgt, bzw. be­obachtet werden ; daneben, bei dem ersten Drittel der Tiefe des letzten Um­ganges sitzt eine kurze, aber dicke Falte ; an der Innenseite der Aussenwand des letzten Umganges, von ihr weiter entfernt, aber mit ihr parallel, aber anscheinend nicht in einer permanenten Lage zieht sich eine viel längere, zuweilen schmälere und minderentwickelte, in anderen Fällen aber kräftigere Lamelle hin. Ob hinsichtlich der Entwicklung des Lamellensystems der Mün­5 Term. Tud. Múzeum Évkönyve

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