Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy

dung zwischen der Stammform und der hier beschriebenen Varietät ein Unter­schied besteht, kann leider nicht festgestellt werden. Wenz, der die Strobilops-Arten des jüngeren Pliozäns aus diesem Gesichtspunkte sorgfältig untersucht hat (vergl. N. Jahrb. f. Mineral., 1915, Bd. 82, II) hat gerade diese Art nicht untersuchen können, da er das ihm zur Verfügung stehende einzige Exemplar nicht opfern wollte. Wenn es sich herausstellen würde, dass die Stamm­form und ihre hier beschriebene Varietät in dieser Beziehung voneinander wesentlich abweichen, würde sich die spezifische Absonderung der beiden For­men als nötig erweisen. Aus der Fauna von Balatonszentgyörgy kam ein einziges, selbstvertänd­lich eingewaschenes Exemplar zum Vorschein, aus der Fauna von Öcs standen mir aber noch aus der Sammlung von Kormos etwa 150 Exemplare zur Ver­fügung. Es muss offenbar nicht besonders hervorgehoben werden, dass die sich auf das Lamellensystem der Mündung beziehenden Feststellungen auf der Untersuchung dieser Exemplare beruhen. Strobilops-Arien leben heute in der östlichen Hälfte von Nordamerika, in Cuba, Jamaica, im nördlichen Teile von Südamerika, sowie auf den Galapa­gos-Inseln, in Japan, China und auf den Philippinen. Eine derart weitverzweigte Verbreitung in einer grossen Zone der Erde beweist schon an sich das sehr hohe geologische Alter dieser Gattung und Strobilops-Arten sind tatsächlich bereits seit dem Miozän bekannt. Ich will es nicht unerwähnt lassen, dass eine Art einer zu ihr nahestehenden Gattung, des Pseudostrobilus Oppenh. (riethmülleri Tausch) auch aus der Kreide von Ajka-Csingervölgy bekannt ist. Ausserdem will ich noch erwähnen, dass die Untergattung Aspasita Westl. der zu der Gat­tung Strobilops nächststehenden Gattung Spelaeodiscus Brusina heute von den Südkarpaten bis zur Tatra und zum Bükkgebirge in einer reliktenartigen Iso­lierung, aber nur an einzelnen zerstreuten Stellen dieses Gebietes lebt. 30. Triptychia sp. Alle acht Exemplare dieser Art wurden in der dünnen Tonschicht No. 8. vorgefunden. Die Arten dieser Gattung sind im allgemeinen waldbewohner, es ist demnach wahrscheinlich, dass sich an den Ufern der Sümpfe damals bereits ein Waldstreifen befand ; die Anwesenheit der Helicigona pontica spricht auch dafür. Bedauerlicherweise kam kein einziges vollständiges Exemplar zum Vor­schein und die die spezifische Unterscheidung ermöglichende Mündungsgegend ist an keinem erhalten. 31. Limax sp.? Das einzige Exemplar dieser Form kam aus der Schicht No. 8. zum Vor­schein. Seine Bezeichnung mit einem Artennamen scheint ein ziemlich eitles Bestreben zu sein. Die rezenten Arten werden immer auf einer anatomischen Grundlage voneinander abgesondert, da eine sichere Absonderung nur derart möglich ist. Eben deshalb hat es niemand eingehend untersucht, ob an Schalen­rudimenten spezifische Abweichungen festgestellt werden können. Wir können nur soviel erwähnen, dass Lörenthey aus der Balatongegend unter dem Namen L. fonyódensis, bzw. L. lóczyi zwei Limax-Arten beschrieben hat. Von den beiden Arten ist die letztere unserem Exemplare mehr ähnlich. Die L. lóczyi ist laut Lörenthey 3 mm lang und 2 mm breit, die Grösse unseres Exemplares beträgt hingegen 7,2 : 4,1 mm, was aber weder für, noch gegen eine

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