Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)
Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy
Diese aus dem durch C. triangularis und C. balatonica charakterisierten Horizonte der Balatongegend, aus einigen anderen Ortschaften Transdanubiens, aber auch aus der Umgebung von Budapest und aus Szócsán (Soceni) bekannte und stellenweise in einer bedeutenden Individuenzahl vorkommende Art kann auf Grund der vorgefundenen 40 Exemplare auch in der Fauna von Balatonszentgyörgy als eine häufige Art betrachtet verden 14. Micromelania (Goniochilus) kochi (Fuchs) (Taf. ÍV Fig. 10) 1870. Pleurocera Kochi Fuchs, Jahrb. geol. Reichsanst. Wien, 20, p. 545, t. 22. f. 20—22 1926. Goniochilus kochi Fuchs, Wenz, Foss. Cat., p. 2150. Zufolge ihrer Seltenheit ist diese Art ein sehr bedeutendes Mitglied unserer Fauna. Sie wurde durch Fuchs seinerzeit auf Grund eines einzigen und laut seiner Mitteilung etwas beschädigten Exemplares aus Kup beschrieben. Ausser ihm wurde sie nur von Halaváts aus dem Banater Szócsány (Soceni) und von Lörenthey aus Perecsen (Komitat Szilágy) erwähnt. Das einzige aus Balatonszentgyörgy stammende Exemplar ist unversehrt, es besteht aus sechs Ungängen und hat eine Grösse von 11,5 : 5,9 mm. 15. Melanopsis decollata Stoliczka (Taf. IV., Fig. 11 — 15) 1862. Melanopsis decollata Stoliczka, Verh. zool. bot. Ges. Wien, 12, p. 536, t. 17. f. 8a —c. 1929. Melanopsis decollata Stoliczka, Wenz, Foss. Cat., p. 2701. 1942. Melanopsis decollata Stoliczka, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal. 35, p. 88. Diese weitverbreitete Art kommt von der Steiermark und von Westtransdanubien bis nach Siebenbürgen und dem unterdanubischen (dazischen) Becken, vielleicht sogar bis nach Bessarabien und nach Süden weit bis nach Innerserbien vor. Laut Lörenthey ist nicht nur ihre horizontale, sondern auch ihre vertikale Verbreitung sehr bedeutend, da sie vom tieferen C. ungulacaprae Horizonte bis zum C. triangularis — C. balatonica Horizonte verbreitet ist und auch in der P. vutskitsi enthaltenden Fazies vorgefunden wurde. Demgegenüber bemerkt Strausz, der eine ganze Reihe ihrer Fundorte anführt, dass in dem durch ihn untersuchten Gebiete diese Art in den C. ungula-caprae Schichten nicht, sondern ausschliesslich in den durch C. balatonica und rhomboidea, sowie durch P. vutskitsi charakterisierten Schichten vorgefunden wurde. In der Fauna von Balatonszentgyörgy ist sie die zweithäufigste, in Hinsicht der Individuenzahl nur durch die Micromelania laevis übertroffene Art. Ihre Form und ihre Grösse betreffend weisen unsere Exemplare gleichermassen bedeutende Abweichungen auf. Hinsichtlich ihrer Ausmasse bleiben sie hinter den aus Zalaapáti stammenden Exemplaren S t o 1 i c z k a's zurück, da diese eine Grösse von 20 mm erreichen, während von unseren Exemplaren auch die grössten 14 mm nicht übertreffen. Die Veränderlichkeit ihrer Form wurde bereits durch Stoliczka betont, er hat sogar neben einer hohen und schlanken Form auch eine niedrige, gedrungene Form abgezeichnet (a. a. 0., Fig. 8c), welche von der anderen derart charakteristisch abweicht, dass sie mit einem besonderen Namen bezeichnet werden musste. Der Formenreichtum unserer Exemplare ist noch bedeutender, da neben höheren und schlankeren. Exemplaren nicht nur niedrige, gedrungene, sondern auch solche Exemplare vorgefunden werden, welche durch eine ganz fremdartige Form, durch eine überaus schlanke Spira und durch einen stark, oft beinahe buchtig erweiterten letzten Umgang charakterisiert werden. In unserem Materiale sind die Übergänge in der Richtung