Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)
Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy
(Jahrb. geol. Reichsanst., Wien, 20, 1870, p. 534, t. 20, f. 34, 36.) und der durch Brusina nur abgebildeten (Iconogr., 1902, t. 9. f. 32—35), aber nicht beschriebenen P. dokici genau abgegrenzt werden kann. Laut Fuchs weicht die P. proxima von der P. margaritula in jener Hinsicht ab, dass die erstere beinahe doppelt so gross ist (er gibt die Grösse der margaritula mit 1 : 1 mm, jene der proxima mit 2 : 2 mm an), ausserdem hat sie eine etwas konischere Form und eine etwas dünnere Schale. Nach einer auf Grund der durch Brusina veröffentlichten Abbildungen durchgeführten Vergleichung scheint die P. dokici zur proxima näher zu stehen, sie hat eine mehr konische Form, als die mit ihr zusammen abgebildete P. margaritula, und sie stimmt mit der proxima vielleicht auch darin überein, dass ihre Schale dünner ist, worauf daraus gefolgert werden kann, dass der Rand ihrer Mündung weniger verdickt ist. Der in der Grösse zum Vorschein tretende Unterschied kann aber darum nicht als eine Grundlage benützt werden, weil die aus Balatonszentgyörgy stammenden Exemplare wenigstens die Grösse betreffend zwischen der margaritula und der proxima genau in der Mitte stehen, da ihre durchschnittliche Grösse 1,5 : 1,14 mm beträgt. In Hinsicht des Verhältnisses Höhe : Breite stimmen sie dagegen mit der P. dokici überein, da von Brusina's Abbildungen eine Grösse von 1,9 : 1,33 abgemessen werden kann ; die Entwicklung der Mündung betreffend ist sie hinwieder mit der P. margaritula verwandt. Unter diesen Umständen erscheint es am zweckdienstlichsten, soweit weiteres Material eventuell genauere Folgerungen nicht ermöglicht, die aus Balatonszentgyörgy stammende Art mit dem Namen der von drei erwähnten Arten am frühesten veröffentlichten P. margaritula zu bezeichnen. Die P. margaritula ist übrigens eine häufige Art der Balafongegend, in unserem Materiale befinden sich davon beinahe 300 Exemplare. 10. Bithynia sp.? In unserem Materiale wurden zehn Schalendecken einer kleinen Art vorgefunden. 11. Micromelania (M.) laevis (Fuchs) 1870. Pleurocera laeve Fuchs, Jahrb. geol. Reichsanst. Wien, 20, p. 348, t. 14, f. 43—46. 1926. Micromelania laevis Fuchs, Wenz, Foss. Cat., p. 2133. 1942. Micromelania laevis Fuchs, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal., 35, p. 61. Eine weitverbreitete, in den pannonischen Schichten der Balatongegend häufige, in der Fauna von Balatonszentgyörgy aber die häufigste Art ; aus dem letztgenannten Fundorte kamen beiläufig 4 000 Exemplare zum Vorschein. 12. Micromelania (Goniochilus) sp. Die vorliegenden 237 Exemplare erwecken auf den ersten Blick einen einheitlichen Eindruck, doch lassen die in Grösse, Gestalt und Skulptur, sowie in einigen weiteren kleinen Details auftretenden Unterschiede diese scheinbare Übereinstimmung als fraglich erscheinen. Ihre genauere Bestimmung ist erst durch weitere Untersuchungen zu erwarten. 13. Micromelania (Goniochilus) schwabenaui (Fuchs) 1870. Pleurocera schwabenaui Fuchs, Jahrb. geol. Reichsanst. Wien, 20, p. 539, t. 20. f. 10—12. 1926. Goniochilus schwabenaui Fuchs, Wenz, Foss. Cat., p. 2152. 1942. üoniochilus Schwabenaui Fuchs, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal., 35, p. 84, t. 5. f. 38—41.