Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy

7. Valvata (Cincinna) molnáráé Soós, n. sp. (Taf. V., Fig. 5—7). Das Gehäuse ist kugelig-kegelförmig mit einer sich konisch erhöhenden Spira und einer scharf hervortretenden Spitze ; die Spira ist cca so hoch, wie die Mündung oder etwas niedriger als sie ; die Schale ist glänzend, ziemlich stark und beinahe glatt, von den Wachstumslinien können sogar bei einer stär­keren Vergrösserung nur die Spuren erkannt werden. Ihre 3%—4, bis zu einem gewissen Grade stufenweise nacheinander folgenden und mit scharfen Suturen abgesonderten konvexen Umgänge wachsen gleichmässig an, der letzte Um­gang wird bedeutend breiter und ist vorne nicht abgebogen. Die Mündung hat einen breitovalen Umriss, ist unten in einem gleichmässigen Bogen abgerun­det, nach oben sich verschmälernd und schliesslich etwas zugespitzt ; der Rand ist scharf, einfach, in der Nabelgegend sehr wenig vorspringend ; der Nabel ist eng, er wird durch den vorspringenden Rand ein wenig verdeckt. Die Ausmasse meines grössten Exemplares belaufen sich auf 2,18:2,41 mm. Frau I. M o I n á r, zu deren Ehren diese Art benannt wurde, hat in Kocs (Szendi-Strasse) beinahe 60 Exemplare eingesammelt, aus dem Materiale von Balatonszentgyörgy kam nur ein einziges Exemplar hervor, dessen Grösse (bei 3 2 / 3 Umgängen!) 1,91 : 2,28 mm betrug. Dieses Exemplar befindet sich im Museum der Ungarischen Geologischen Anstalt. Von den bekannten Arten steht diese Art zu der durch Brusina ab­gebildeten (Iconogr., t. 14, f. 39—41), aber nicht beschriebenen Art V. ranjinai am nahesten, sie kann aber von ihr dadurch gut unterschieden werden, dass die B r u s i n a'sche Art höher ist, als breit und die Höhe ihrer Spira die halbe Höhe des Gehäuses etwas übertrifft, während die Höhe der hier beschriebenen neuen Art die Grösse des Durchmessers höchstens erreicht, gewöhnlich aber klei­ner ist und die Höhe ihrer Spira die halbe Höhe des ganzen Gehäuses höchstens erreicht, gewöhnlich aber niedriger ist. 8. Valvata (Aphanotylus) adeorboides Fuchs 1870. Valvata adeorboides Fuchs, Jahrb. geol. Reichsanst. Wien, 20, p. 347, t. 17. f. 5—7. 1928. Valvata (Aphanotylus) adeorboides Fuchs, Wenz, Foss. Cat., p. 2459. 1942. Aphanotylus adeorboides Fuchs, Strausz, An :al. Mus. Hung. Min. Pal., 35, p. 61. Diese kleine, ursprünglich ebenfalls aus Radmanest beschriebene Art ist bis jetzt nur aus dem durch C. triangularis und C. balatonica charakterisierten Horizonte des Oberpannons bekannt, und zwar ausser Radmanest aus Budapest­Szentlőrinc und in der Balatongegend aus Tihany und Fonyód ; in der letzten Zeit wurde sie auch in einigen westtransdanubischen Fundorten vorgefunden. In den beiden Fundorten der Balatongegend hat Lörenthey diese Art in einer beträchtlichen Anzahl vorgefunden, in unserem Materiale befinden sich 17 Exemplare. 9. Pseudamnicola (P.) margaritula (Fuchs) (Taf. V., Fig. 8—10). 1870. Bithynia margaritula Fuchs, Jahrb. geol. Reichsa st. Wien, 20, p. 348, t. 14. f. 54—55. 1926. Amnicola (Amnicola) margaritula Fuchs, Wenz, Foss. Cat., p. 2067. 1942, Amnicola margaritula Fuchs, Strausz, A.nal. Mus. Hung. Min. Pal, 35, p. 81, t. 5. f. 49—52. Diese Art kann vorläufig nur sehr ungewiss beurteilt werden, da sie weder auf Grund der literarischen Angaben, noch auf Grund des zur Verfügung stehen­den Materials von der ebenfalls durch Fuchs beschriebenen Art P. proxima

Next

/
Thumbnails
Contents