Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy

Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy Von F. B a r t h a und L. S o ó s, Budapest Stratigraphischer Teil Die Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy wurde durch die paläontologische Sammel­gruppe von J.Sümeghy (A. O s s k ó, weil. Gy. B u d a y, Frau E. B. u d a y, D. J á n o s s y und F. Barth a) in dem Aufschlüsse der Ziegelfabrik gesammelt. Obzwar das Sammeln nicht von einem einheitl chen Ges chtspunkte aus durchgeführt wurde, konnte das einge­sammelte Material beinahe gänzlich zu einer feineren stratigraphischen Bewertung verwendet werden, da die Sammler ihr Augenmerk hauptsächlich auf d e reiche oberpannonische Fauna der unteren Sandschicht gerichtet haben und im Profil der Ziegelfabrik nur ein einziger eine Fauna einschlicssender Sand vorhanden ist. Es ist sehr wahrscheinl ch, dass von den beiden faunenführenden Tonschichten aus der 16 cm mächt gen (mit No. 8. beze chneten) Schicht nur B a r t h a gesammelt hat ; dies wird einesteils dadurch wahrscheinlich gemacht, dass in seiner Sammlung die Gattung Triptychia, welche bei den vorhergehenden Sammlungen in keinem einzigen Exemplare vorgefunden wurde, in der oberen Tonschicht No. 8. als ein häuf ges Faunenelement betrachtet werden kann, andererseits aber dadurch, dass in den Sammlungsprotokollen die beiden Tonschichten nicht, sondern nur der Ton und der Sand unterschieden wurden. Um aber eventuellen Missverständnissen vorzubeugen, wurden bei der stratigraphischen Bewertung der Fauna der Tonschichten die derart entstandenen fraglichen Angaben in der Tabelle mit einem Fragezeichen bezeichnet. Die Gesamtmächtigkeit des Profils von Balatonszentgyörgy beläuft sich auf 9,40 m. Der das Profil aufbauende Sand, Ton und Moorschlamm lagern schichtenweise übereinander. Zuunterst beiindet sich der gelblichgraue Sand. Die Sandkörnchen sind nicht abgenutzt, was darauf hinweist, dass der Sand durch Wasser weiterbefördert wurde. Die Mächtigkeit dieser Schicht beläuft sich auf 4 m, in ihrem oberen Teile befindet sich die reiche Fauna (die in der Tabelle mit No. 12. bezeichnete Schicht). Über dem Sande lagert ein bräunlicher, mit Moorschlamm und kontinentalem Schutt vermischter feiner Sand. Die Mächtigkeit dieser Schicht beträgt 15 cm, sie enthält eine spärliche Fauna (die in der Tabelle mit No. 11. bezeich­nete Schicht). Darüber lagert eine dichte, wenig plast sehe, auch mit der Hand abknappbare, ziemlich kalkige, bankige Tonschicht, welche auf Grund ihrer Korngrösse schon eher als ein Moorschlamm betrachtet werden kann (mündliche Mitteilung von P.Kriván). Ihre MächFg­keit ist 150 cm. In dieser Schicht wurden die Reste des Jochzahnmastodonten vorgefunden. Ihre Molluskenfauna ist auch ziemlich reich (die in der Tabelle mit No. 10. bezeichnete Schicht). Darüber lagert ein graugelber, toniger Sand, in welchem keine Fauna vorgefunden wurde. Seine Mächtigkeit beläuft sich auf 1 m (die mit No. 9. bezeichnete Schicht). Danach folgt e'ne vom petrographischen Geschitspunkte aus dem mit No. 10. bezeichneten Tone voll g ent­sprechende Tonschicht, in welcher aber vom faunistischen Gesichtspunkte aus schon die landbewohnenden Arten vorherrschen. Ihre Mächtigkeit beträgt im ganzen 15 cm (mit No. 8. bezeichnete Schicht). In den mit den Nummern 1—7. bezeichneten Schichten kam keine Fauna zum Vor­schein. Die Mächtigkeit der Schicht No. 7. beträgt 20 cm, ihr Gestein ist grauer Ton. Darüber folgt ein 20 cm mächtiger Sand (Schicht No. 6.) und dann ein 30 cm dicker grünlichgrauer Ton (Schicht No. 5.). In der folgenden, mit No. 4. bezeichneten Tonschicht finden sich häufig Kalkkonkretionen ; ihre Mächtigkeit ist 60 cm. Darüber lagert eine 10 cm mächtige graue Moorschlammschicht, welche auf eine neue Periode der Verseichtung hinweist (2. Verseichtung, Schicht No. 3.). Die ganze Schichtenreihe wird durch eine 30 cm mächtige gelbe, sandige

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