Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Andreánszky, G.: Neue und interessante tertiäre Pflanzenarten aus Ungarn

Die Blätter sind konsequent linearisch. Es lassen sich auch die breiteren gut von der M. lignitum (Ung.) Sap. unterscheiden, da die Seitennerven aus dein Hauptnerven unter einem spitzeren Winkel (50—55°) entspringen und sehr schwach sind. Myrica vindobonensis (Ett.) Heer, Fl. tert. Helv. II. 34, t. LXX. 5, 6, III. 176, t. CL. 16, 17. — Dryandra vindobonensis Ett. Foss. Fl. v. Wien, 18 t. III. 6. Das Blatt unterscheidet sich von den vorigen dadurch, dass es nicht linealisch, sondern schmal lanzettlich ist, die Einschnitte durchwegs tiefer sind und die Seitennerven unter einem stumpferen Winkel (75—85°) entspringen ; sie biegen sich am Blattrand nach vorne und laufen in die Zähne aus. Die Länge des vorhandenen Blattrestes beträgt 5,6 cm, dürfte aber 7 cm auch nicht überschritten haben und ist an der breitesten Stelle 13 mm breit. Myrica hakeaefolia (Ung). Sap. in Ann. Sei. Nat. 5. sér. IV. 100 — Dry­androides hakeaefolia Ung. Foss. Fl. v. Sotzka, 39, t. XX. 1-9. (Taf. II. 10.) Ein sehr langes, schmal lanzettliches Blatt, das eine Länge von 20 cm gehabt haben dürfte, doch ist dies, da die Spitze und der Blattgrund fehlt, nicht genau festzustellen. Die grösste Breite des Blattes beträgt 18 mm. Die Nervatur ist, obwohl sie unter einem spitzeren Winkel (65—75°) entspringt, sehr ähnlich der Aderung der M. lignitum (Ung.) Sap. Die Nerven sind stark kamptodrom. Das Blatt ist nicht sägezähnig, wie die nicht ganzrandige Form der M. lignitum (Ung.) Sap., sondern fein buchtig gezähnt. Besonders der untere Rand der Zähne ist konkav. Hierin kommt sie einzelnen Formen der M. longifolia Ung. nahe, ist jedoch breiter und nicht lineal, sondern schmal lanzettlich. Myrica cfr. M. aethiopica L. Ein ungefähr 8 cm langes, vollkommen ganzrandiges, in der Mitte 1,5 cm breites schmal lanzettliches Blatt. Die Seitennerven erster Ordnung sind sehr dicht und viel kräftiger, als die der Myrica Arten im allgemeinen. Ihr Ausgangs­winkel misst 55—65°. In der Nähe das Blattrandes vereinigen sie sich zu einem sehr schwachen Randnerv. Myrica er. M. javanica B 1. (Abb. 2). Ein Bruchstück, d. h. der untere Teil eines wahrscheinlich sehr kurzen und verhältnismässig breiten Aíyn'cű­Blattes ist .vorhanden. Leider fehlt auch der Blattgrund. Die ganze Länge dürfte 7 cm gewesen sein. Die grösste Breite der Fossilie beträgt 21 mm, scheinbar war die Mitte des Blattes etwas breiter. Der Blattrand ist grob sägezähnig mit stumpfen Zähnen. Die Nerven entspringen auf der einen Seite unter einem Winkel von ungefähr 60°, auf der anderen beinahe rechtwinkelig. Sie sind sehr ungleich, entsprechen also vollkommen der Nervatur der Myrica-Arten. Das Blatt erinnert sehr an die rezente M. javanica Bl. Vom vierten, sog. Comptonia-Typ sind geringe Reste der Myrica (Compto­nia) acutiloba Brngt. vorhanden. Zwei zu dieser Art gehörige Blattabdrücke weichen jedoch durch die doppelte gezähntheit ab. Die Blattfiedern sind nämlich nicht ganzrandig, sondern wenisgtens am unteren Rande sägezähnig. Sie wird hier als neue Varietät beschrieben. Myrica acutiloba var. dentata nova var. (Taf. II. 11). A Typo differt lobis folii in margine inferiore dentibus 1—3, acutis, prorrec­tis, ca. 1 j 2 mm altis, instruetis.

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