Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Andreánszky, G.: Neue und interessante tertiäre Pflanzenarten aus Ungarn

In stratis oligocaeni superioris fabricae Wind-gydr ad oppidum Eger, Hung, sept. Holotypus in collect. Inst. Bot Syst. Univ. Budapest., sub No. 15872. Ein anderer Typ, ein verhältnismässig grosses Blatt wird als neue Art angesehen und hierbeschrieben. Myrica (Comptonia) grandifolia nova sp. (Taf. II. 12.) Folium longissimum, 18 cm vel ultra longum, lineare, 10—12 mm latum, usque ad V2 vel 3 / 4 laminae inciso-lobatum ; lobis triangularibus subacutis, 12—16 mm longis, 3—5 mm altis, margine superiore cum nervo principali rectan­gulum formante, margine inferiore parum convexo inciso-crenulato. Nervus princi­palis validus, rectus ; nervi laterales primi ordinis delibes, indistincti, sub angulo recto (?) exeuntes. A Myrica (Comptonia) acutiloba differt dimensionibus multo maforibus, incisione solum hinc illic nervum principalem attingente et nervis debilioribus. In stratis oligocaeni superioris fabricae Wind-gyär ad oppidum Eger, Hung, sept. Syntvpi in collectione Inst. Bot. Syst. Univ. Budapest., sub Nris 12055, 12052, 2335 et 2339. Die hier beschriebene Varietät und Art zeigt einige Ähnlichkeit mit einzel­nen früher beschriebenen Arten. So die neue Varietät mit Proteophyllum bipinnati­fidum Fried. Diese Art wurde aus dem unteren Oligozän von Eisleben beschrie­ben. Es ist ein doppelt gefiedertes Blatt. An unserem Rest ist dies zwar nicht sichtbar, dennoch ist es möglich, das auch dieser ein doppelt gefiedertes Blatt war. Nach der Abbildung (Sehe n k, Palaeophytologie, 662, Fig. 355, 16) ist aber die Aderung des Proteophyllum keine Compto nia-Nervatur, während unser Blattabdruck vollkommen diesen Typ zeigt. Es ist daher nicht wahrscheinlich, dass es sich um Proteophyllum handele, sondern viel eher um eine Varietät der Myrica acutiloba Brngt. Myrica (Comptonia) grandifolia n. sp. hat eine Ähnlichkeit zur Fossilie die mit dem Namen Comptonites antiquus Ung. belegt wurde. Diese ist ebenfalls ein doppelt gefiedertes Blatt, was an unserem Fossil nicht zu sehen ist. Ausserdem hat es, wenigstens der Zeichnung nach, eine feinere Aderung ; eine solche ist an unserem Blattabdruck, obgleich er sehr gut erhalten ist, nicht zu entnehmen. Daher kann es sich schwerlich um eine andere, als um eine Myrica (Comptonia) Art handeln. Protoficus crenulata Sap . Fl. foss. d. travert. anc. de Sézanne, 67, t. VI. (Taf. II. 13). Im Schiefer des unteren Oligozäns von Kiseged (bei Eger) weisen mehrere Blattreste auf diese Art hin. Die Blätter sind breit oval, fast rundlich, immer ein wenig asymmetrisch, stark zugespitzt. Der Blattgrund ist abgerundet. Aus dem etwas gebogenen Hauptnerv entspringen an der Blattbasis unter einem spitzen Winkel (30—40°) zwei starke Seitennerven. Sie schweifen bis in das obere Viertel des Blattes vor, wo sie sich mit dem nächsten aus dem Hauptnerven entspringen­den Seitennerv erster Ordnung vereinigen. Nach innen zu entspringen ihnen auch dem Hauptnerv, nur ganz feine, horizontal laufende Nerven, die sich aneinander anknüpfen und die Fläche in kleine Rechtecke aufteilen. Den beiden Seitennerven entrspringen nach aussen zu stärkere Seitennerven zweiter Ord­nung, die sich vor dem Blattrind zurückbiegend anastomosieren und so stark kamptodrom sind. Der Blattrand ist fein gekerbt. Unser Fossil stimmt mit der Beschreibung der Protoficus crenulata Sap. einigermassen überein obzwar das Blatt der Beschreibung nach nicht rundlich,

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