Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)

Tokody, L.: Zur Morphologie des Diaphorits

Zur Morphologie des Diaphorits Von L. T о к о d y, Budapest Zepharovic h(l)hat im Jahre 1871 festgestellt, dass die damals durch die Formel Ag 4 Pb 3 Sb 4 S n bezeichnete Verbindung in zwei Formen vorkommt (dimorph) : die eine als der monokline Freieslebenit, die andere als der von ihm benannte rhombische Diaphorit. Die morphologischen Eigenschaften beider Mineralien sind von Zepharovich ausführlich beschrieben worden. Seit seinen grundlegenden Untersuchungen sind keine wesentlicheren Arbeiten über Morphologie und Struktur dieser Mineralien erschienen. Es vergingen nahezu siebzig Jahre, bis man sich mit dieser Frage von neuem zu beschäftigen begann (2). Nach den neueren Untersuchungen ist die Zusammensetzung des Freieslebenits Ag 5 Pb 3 Sb 5 S 12J die des Diaphorits Ag 3 Pb 2 Sb 3 S 8 ; ausserdem weichen auch ihre physikalischen Eigenschaften in einem solchen Masse voneinander ab, dass man sie nicht als zwei Mineralien ein und derselben Verbindung betrachten kann. Beide Mineralien hat Krenner in Felsőbánya (Baia Sprie) gefunden, doch ausser dem Fundort nichts weiter mitgeteilt (3). Die morphologischen Eigenschaften des Felsőbányaer Freieslebenits sind von T о к о d у (4) geschildert worden. Mit der Kristallographie des Diaphorits von Felsőbánya hat sich Hulyák (5) befasst und an »ein paar gut messbaren« Kristallen 12 Formen bestimmt. Diese sind : b{010} m{110} n{120} я{130} x{101} y{102} b{010} m{110} n{120} л{\30} x{401} y{201} r{01 1 > w{021} y{112 d{114} co{314} e{534} r{041} w{081} y{221} d{ 1-41} Ö>{311> e{531} An zwei abgebildeten Kristallen H u 1 у á к' s herrscht in der Zone [001] die Form m{110}, neben ihr treten untergeordnet n{120} und л{130} auf; alle drei Formen sind stark gestreift. Die Formen x{101} = x{401} und ^{102} = ^{201}, ferner r{011 } = r{041} und w{021} = w{081} haben sich mit mittelgrossen Flächen entwickelt. Die Bipyramiden kommen mit kleinen Flächen vor. Im Jahre 1944 habe ich in Felsőbánya anlässlich meines Sammeins eine kleinere Diaphoritstufe gefunden. Da uns vom Diaphorit des Fundortes bloss

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