Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)
Tokody, L.: Zur Morphologie des Diaphorits
die vor fünfzig Jahren mitgeteilten Daten H u 1 y á k's« zur Verfügung stehen und-da die neueren Untersuchungen die Aufmerksamkeit auf den Formenreichtum des Diaphorits lenkten, schien sich die Untersuchung des Felsőbányaer Diaphorits zu lohnen. Ich habe die von mir gesammelten Kristalle am Goniometer gemessen, bin ich aber wegen der Verzerrung der Kristalle zu keinem beruhigenden Ergebnis gekommen. In der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung des Nationalmuseums befinden sich vier Diaphoritstufen. Die von ihnen losgelösten Kristalle habe ich ebenfalls untersucht. Die untersuchten Diaphoritkristalle von Felsőbánya sind im allgemeinen klein: 0,5, max. 1,75 mm. Es wurden von mir 16 Kristalle untersucht, doch lieferten bloss die goniometrischen Messungen von vier Kristallen Daten, die eine eindeutige Lösung zulassen. Die Ursache dafür liegt in der Verzerrung der Kristalle und in der starken Streifung der Flächen. Hierauf lässt sich auch zurückführen, dass die morphologische Untersuchung des Diaphorits erst nahezu siebzig Jahre nach der Arbeit Zepharovic h's wieder versucht worden ist und dass selbst diese neueren Forschungen auf der Untersuchung von insgesamt acht Kristallen beruhen. Das Achsenverhältnis und die Aufstellung Zepharovic h's (1) sind von P a 1 а с h e (2) auf Grund der röntgenographischen ' Daten geändert worden : a : b : с = 0,4953 : 1 : 0,1840 P а 1 а с h e, Z e p h a г о V i с h a : b : - с = 0,4919 : 1 : 0,1838 4 a : b : с = 1 : 0,4919 : 0,7344 Demnach ist die Transformation 100/010/00 —. 4 Der G о 1 d s с h m i d f-Atlas von 1916 führt nach Z e p h a г о v i с h 24 Kristallformen an. P a 1 a с h e beschreibt 1938 ausser 5 unsicheren Formen 72 sichere Formen ; von diesen sind 52 für den Diaphorit neu. Dieser neuerdings festgestellte Formenreichtum des Diaphorits Hess ebenfalls die Untersuchung des bisher wenig beachteten Diaphorits von Felsőbánya als begründet erscheinen. Die sicher bestimmten Kristallformen, sowie ihr Auftreten an den vier Kristallen sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich. Die Indizes entsprechen der Aufstellung von P a 1 а с h е. Die Flächen der Zone [001] sind stark gestreift. Mit grösseren Flächen haben sich die Formen TE{130}, n{120} und m{110} ausgebildet ; die übrigen Formen sind schmale Streifen. Die Formen ß{\70}, y{160}, a{ 140} hat P а 1 а с h e an Hand von Freiberger Kristallen beschrieben. Die Formen ^{7. 11 . 0} und ^{340} sind neu. Beide erschienen an einem Kristall mit je zwei Flächen. Ihre Winkelwerte halten sich innerhalb der bei den Kristallformen des Diaphorits erlaubten Fehlergrenzen. Die Form