Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)

Tokody, L.: Über das Vorkommen des gediegenen ?- und ß-Schwefels von Recsk im Mátragebirge

Gemessen Berechnet & l *> 13 с : p = (001 : (III) = 51°57' 52°0Г :CO= : (111) = 57°59' 57°28' : q = : (011) = 42°48' 44°51' Der grösste Unterschied besteht zwischen den gemessenen und berechneten Werten der Form q{01l}.Das ist verständlich, denn ich konnte die äusserst schmale, nicht reflektierende, bloss durch Aufblinken messbare Fläche nur einmal messen. Die Ebenewinkel von acht Kristallen habe ich unter dem Mikroskop gemessen. Das Ergebnis war: Gemessen Berechnet [111 : 110] : [Hl : П0]~(110) : (ПО) - 90° 89°28' [001 : 111]: [001 : Ol 1] —(110) : (010) = 134°30' 45°16' = 134°44' Der Unterschied zwischen den gemessenen und berechneten Winkeln ist unwesentlich, denn die oben angegebenen Ebenewinkel des fast regelmässigen, monoklinen ^-Schwefels stehen den von den Normalen eingeschlossenen Winkeln sehr nahe. Die Kristalle sind na'ch c{00l} tafelig undnach der Richtung [100] ver­längert. Die Tafeln sind gestreckte Sechsecke (Abb. 1.). Die Form c{00l} ist herrschend ausgebildet und reflektiert gut. An ihr sind sehr oft kleinere Kristalle parallel zueinander angewachsen (Abb. 2.). Die bloss ein Hundertstelmillimeter grossen Flächen der Formen p{lll} und eo{lll} reflektieren zuweilen, sind aber manchmal nur durch Aufblinken zu messen. Die Form q{01l} ist selbst durch Aufblinken kaum messbar. Es ist merkwürdig, dass sowohl an der Form p{ 111} als auch an CO{ П 1} bloss je zwei sich in der Symmetrieebene schneidende Flächen entwickelt sind und dass die entsprechenden parallelen Flächen fehlen. Ebenso sind an q{01l} nur die mit dem positiven Ende der c-Achse sich schneidenden oberen Flächen ausgebildet ; die entsprechenden parallelen Flächen erschie­nen auch bei dieser Kristallform nicht (Abb. 1. und 3.). Zwillingkristalle konnten von mir einwand­frei nicht festgestellt werden. 1 Auf die Fläche c{00l} aufgewachsene kleinere Kristalle waren oft zu beobachten. Unter diesen befinden sich einige, die — möglicherweise — als Zwillingkristalle bezeichnet werden können, bei denen aber jedwede zuverlässige Angabe dazu fehlt (Abb. 2.). Die Kristalle sind äusserst brüchig ; beim geringsten Druck, ja bei der geringsten Berührung zerspringen sie in Splitter. Die Spaltung nach {lio} ist erkennbar. Der ^-Schwefel von Recsk ist farblos, wasserklar durchsichtig, die Ober­fläche von {001 } oft grün, grünlichrot oder rot angelaufen, die Doppelbrechung schwach, der optische Charakter negativ, der Achsenwinkel gross, die optische Achsenebene a(010), Q > v. Die gemessenen und berechneten Winkelwerte sind : Abb. 3.

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