Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)
Tokody, L.: Über das Vorkommen des gediegenen ?- und ß-Schwefels von Recsk im Mátragebirge
herrscht р{111} vor. Mit grossen Flächen ist c{001} ausgebildet. Der Typ der Kristalle ist die dicke Bipyramide und stimmt mit dem von Zeller abgebildeten Kristall überein. Das vorkommen des gediegenen ß-Schwefels zählt zu den grössten Seltenheiten. Bisher ist er insgesamt von drei Fundorten und einer Braunkohlenhalde bekannt. P о p о f f fand in der Nähe von Kertsch (Krim), in den Höhlen und Spalten des mit Asphalt und Erdöl durchtränkten sarmatischen Kalksteins ot- und ß-Schwefelkristalle (6). Der Д-Schwefel erschien in undurchsichtigen, gelben oder gräulichgelben Kristallen. An den nach c{00l} tafeligen Kristallen konnte er ausser der herrschenden Form die mit schmalen Flächen auftretende Form o>|lll|und die mit untergeordneten Flächen entwickelte Form 9>{01l} beobachten. Nach P о p о f f s Auffassung hängt die Entstehung des ßSchwefels in der Krim mit dem Asphalt und dem Erdöl zusammen. Anlässlich des Vesuvausbruchs im Jahre 1906 fand Lacroix unter den Mineralien der Fumarolen a- und ß-Schwefel (7) ; die Schwefelkristalle des Vesuvs wurden später von M a 11 a d г а (8) und Zambonini (9) beschrieben. P a n i с h i beschrieb Schwefelkristalle, die aus den S0 2- und wasserdampfreichen, 90—100° С heissen Fumarolen des Vulcano (Äolische 4 Inseln) stammen (10). Er bestimmte an den Kristallen des a-Schwefels 15, an denen des ß-Schwefels 7 bekannte und 36 neue Kristallformen. Die weisslichen, brüchigen Kristalle des jS-SchWefels sind gross, max. 8—10 mm. Ihr Typ ist verschieden: nach {l00| tafelig, zuweilen nach aoder b verlängert, einzelne Kristalle sind nach den drei kristal. ographischen Achsen von gleicher Grösse, wieder andere nach {l00| tafelig, nach [Oll] aber gestreckt. Das vierte Vorkommen darf — mit Rücksicht auf die Umstände seiner Entstehung — nicht zu den Fundorten des ß-Schwefels gerechnet werden. Meixner erwähnt max. 1 mm lange und 0,1—0,2 mm dicke ßSchwefel-Tafeln von einer brennenden Braunkohlenhalde bei Köflach. Sie sind farblos oder ganz blassgelb. Sägenförmige Zwillinge und Zusammenwachsungen kommen unter ihnen häufig vor. An den Kristallen vermochte er keine Messungen vorzunehmen, darum konnte er weder die Kristallformen noch das Zwillingsgesetz noch die optischen Eigenschaften feststellen (11). Die Kristalle des ß-Schwefels vom Lahocaberg bei Recsk sind ausserordentlich klein, a:b:c = 0,2—0,4:0,1—0,15:0,01 mm. Es ist überaus schwer, diese winzigen Kristalle goniometrisch zu bestimmen. Trotzdem gelang es, drei Kristallbruchstücke zu messen und an ihnen die folgenden Formen festzustellen : Abb. 2. c{00l}, q{01l}, p{lll}, o){lll}, Die genaue Bestimmung der Formen ist keine leichte. Aufgabe, da die Kristalle klein sind und dazu noch der ^-Schwefel pseudoisometrisch ist (a : b : с = 0,9958 : 1 : 0,9998 ; ß = 95°46').