Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)
Tokody, L.: Über das Vorkommen des gediegenen ?- und ß-Schwefels von Recsk im Mátragebirge
Über das Vorkommen des gediegenen a- und- ß-Schwefels von Recsk im Mátragebirge Von L. T о к о d y, Budapest Schwefel von Recsk, aus der Erzgrube des Lahocaberges wird von Zsivny erwähnt (1). Zeller beobachtete an einem Schwefelkristall aus den Rissen von Enargit die Formen c{001 }, n{01 1}, p{lll}, s{ll3} (2). Anlässlich meines Sammeins in Recsk im Jahre 1947 kamen Schwefelkristalle an Stücken vor, die ich im Abbau 514 des Stocks VI fand. Mit der Lagerstättenkunde des Stocks VI befasste sich in neuerer Zeit auf Grund des Schrifttums sowie der eigenen Beobachtungen G. Pantó (3). Der Stock VI liegt nach seinen Ausführungen in einem groben Andesitagglomerat und seine Entwicklung weicht von der des südlichen Stocks wesentlich ab : •'die Verkieselung ist geringer, beschränkt sich auf Adern und Flecke, das Scheideerz erscheint knollig : »Eiererz«. Die im Abbau 514 des Stocks VI gesammelten Gesteinsstücke sind stark zersetzt. Der Schwefel findet sich in ihren Rissen vor. Es gelang zwei Modifikationen des Schwefels festzustellen : a- und yS-Schwefel. Die Kristalle beider Modifikationen sind äusserst klein. Begleitmineralien sind : Pyrit und Halotrichit. An den Kristallen des Pyrits, die noch winziger sind als dje des Schwefels, lässt sich der Hexaeder erkennen. Der Halotricrrit erscheint in zweierlei Form : 1. aus seinen mehr als haardünnen Fasern haben sich feine Büschel mit der Länge von 0,1—0,2 mm gebildet, 2. einzelne 0,5 mm lange, wellenförmig gekrümmte Fasern kleben hie und da, doch nicht selten, am Gestein. Die Eigenschaften des Halotrichits von Recsk sind schon seit längerer Zeit bekannt. Seine chemische Analyse wurde von Vavrinecz (4), seine mineralogische Untersuchung von Tokody (5) ausgeführt. Die Grösse der Kristalle des a-Schwefels ist 0,1 mm, sehr oft noch weniger. Die lebhaft glänzenden Kristalle sind honig- bzw. schwefelgelb und wasserkiar durchsichtig. Sie sind arm an Kristallformen. Kristalle mit der einzigen Bipyramide p{ 111} sind eine grosse Seltenheit. An den formenreicheren, aber wegen ihrer Winzigkeit mit dem Goniometer nicht messbaren Kristallen sind unter dem Mikroskop die Formen c{00l}, n{01l}, p{lll} und s{ 113} zu erkennen. Es Abb. l,