Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 4. (Budapest 1952)

Stiller, J.: Die Protozoen des Pécsely-Baches in Ungarn

nernden Stielbildung war der Diskus genabelt. Kontrahiert bilden die Tiere eine zierlich gefaltete Schnauze. Die Pulsationsblase liegt unmittelbar unter dem Peri­stomsaum, rechts vom kurzen, geräumigen Schlund. \ Das farblose Entoplasma ist mit stark lichtbrechenden Körnchen und kleinen runden Nahrungsvakuolen vollgepfropft. Der Kern ist etwas abgeflacht und quer­liegend. Das Ektoplasma ist wasserhell und scharf gegen das Entoplasma abge­grenzt. Pellicula glatt. Die Stielbildung erinnert an die von Engelmann gezeichnete Form von Epistylis nympharum mit dünneren, weniger starren, farblosen, fein längsgestreiften Neben­ästen und etwas längeren Endstielen (Kahl, 1935, p. 687, Fig. 6). Die Kolonien der hier lebenden Epistylis amphora zeigen in ihrer Gesamterscheinung das typische Bild der in stehenden Gewässern ausgebildeten Akontraktilien. Der Körper ist 70—85 p, lang und 35—38 [x breit. Epistylis amphora var. articulata sp. n. var. n. (Abb. 4) Diese Varietät unterscheidet sich von der Stammform durch den unregel­mässig gegliederten Stiel der niedrigen, individuenarmen Kolonie, den kleineren Körper (40—50V), den schmäleren, von Körper nur schwach abgesetzten, kaum verdickten Peristomsaum, sowie die feine Streifung der Pellicula. Der etwas abgeflachte Kern ist verhältnismässig kürzer und häufig längsgerichtet. Der Schlund ist länger als bei der Stammform. Die Tiere lebten im Tale Babvölgy (Nr. 5) an den Beinen von Gammarus fossarum und waren am 2. Juni 1950. sehr selten. Im Jahre 1951. hatte ich sie zu keiner Jahreszeit gefunden. Opercularia dryopidae sp. n. (Abb. 7) Im schattigen Waldabschnitt des Tales Szakadékvölgy lebte an die untere Fläche der vom Wasser überrieselten Steine festgekrallt eine kaum 2 mm grosse Dryopiden-Art. An den Beinen und am Elytrenrand sassen, oft dicht nebeneinan­der, zahlreiche Einzeltiere und niedrige, 2—3-gliedrige Kolonien dieser zierlichen Opercularia. Der Körper ist bilateral symmetrisch, schlank oval (214 • !)• Der Peristomsaum ist dünn und glatt. Der Diskus ist etwas breiter als der Körpersaum und ragt auf verhältnismässig dickem Stiel nur wenig hervor. Er ist gewölbt und durch eine tiefe Eindellung geteilt. Die Cilién sind lang und kräftig, die undulierende Membran jedoch verhältnismässig klein. Die Pulsationsblase liegt am Anfang des 2. Körper­drittels. Der Ausführungskanal ist lang und eng. Das Protoplasma ist farblos und durchscheinend. Ekto- und Entoplasma gehen unmerklich ineinander über. Die Pellicula ist glatt. Der Kern ist auch im Leben sichtbar. Er ist kurz, schwach abgeflacht und meist derart eng zusammenenge­bogen, dass er im lebenden Zustand oft den ovalen Kern einer Orbopercularia vortäuscht. Die Nahrungsvakuolen sind runde, oft fast leere, im Körper zerstreute kleine Blasen. Der Stiel ist farblos, dünn, sehr fein längsgestreift, nur selten etwas uneben, aber nicht gerunzelt. Er war bei den beobachteten Kolonien nie höher als % oder 1 / 3 der Körperlänge. Der Körper ist 50—52 ju, lang. Die grösste Breite beträgt 18—20

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