Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
jungen Austern umwachsen die solitären und kolonisierten Balanen und töten sie so. Manchmal siedelt sich die Auster an der Spitze der Mauerkrone der Balanen an. Es ist interessant, dass die endgültige Überwucherung nicht ohne Abwehrtätigkeit der Balanide vor sich geht. Die sich ausstreckenden Cirrenbeine üben einen Reiz aus, auf welchen die Ostrea dann als Reaktion durch beschleunigtes Wachstum antwortet. Durch dieses Emporwachsen wird zwischen der inneren Fläche der Auster und dem Operkulum der Balanide eine kleine, gut sichtbare Höhle gebildet. Die innere Fläche der Ostrea berührt also das Operkulum der Balanide nicht. So wird das Leben der Cirripedie verlängert und der Tod hinausgeschoben. Die Balanide kämpft also gegen die Ostrea, unterliegt aber früher oder später dennoch. In Schalen abgestorbener Balaniden wächst Ostrea ganz tief ein (Coli. Padewieth 1909, Zengg). Auch Schwämme können als Feinde angesehen werden. Der Schwamm überwuchert die ganze Stelle und die Balanide wird so vollkommen von der Umgebung abgeschlossen (Abb. 7). Der bekannte Botaniker A. Ercegovic befasste sich mit dem Wellengang und der Litliophytenzone an der ostadriatischen Küste in bezug auf die Algen mit gutem Erfolg. Es ist sehr interessant, dass seine Ergebnisse fast vollkommen mit meinen an den Chthamalen-Ansiedlimgen gefundenen übereinstimmen. Da die Fauna an allen Küsten eine mehr oder minder vertikale Gliederung aufweist, versuchten die Forscher mehrfach die verschiedenen biologischen Zonen der Küsten festzulegen. Die verschiedenen Abgrenzungen und Einteilungen der litoralen Region können nicht überall adäquat durchgeführt werden. Flut und Ebbe, auf welchen diese Einteilung basiert, sind nämlich weder genau bestimmt, noch genügen sie zur Charakterisierung der litoralen Region. Es ist also weder der Punkt bekannt, bis zu welchem die astronomische Flut reicht, noch der, bis zu welchem sich die durch die athmosphärischen Faktoren bewirkte Flut erstreckt. Die Südwinde können den Meerespiegel in der Adria um die ganze Höhe der sizigalen Flut erheben und so die Niveau-Verhältnisse an jeder beliebigen Stelle der Küstenpartie lokal modifizieren. Wir sahen, dass sich die Chthamalen, welche an geschützten Stellen innerhalb der Gezeitenzone vorkommen, an ausgesetzten Stellen weit höher erstrecken und bis in die von der Brandung erreichte Region vordringen und hier zur Ausbildung der genetisch bedingten forma cirrata führen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Brandung in biologischer Hinsicht wesentliche Lebensbedingungen