Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)

Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria

54 schafft und auch einen Einfluss auf die Küstenorganismen ausübt, so wie die Flut im litoralen Teile. Deshalb kann die Flut allein weder als ein hinreichendes Kriterium, noch als eine Basis für die Unterscheidung der litoralen und „supralitoralen" Zone angesehen werden. Eine Trennung der litoralen und supralitoralen Zone kann nur durch die Wellengrenze gebildet werden. Die untere Grenze der litoralen Zone deckt sich überall mit der Grenze der niedrigsten Ebbe. An vollkommen geschützten Stellen bildet die Flut selbst die obere Grenze, so dass an solchen Stellen die Gezeitenzone, d. h. litorale Zone relativ schmal ist. Hier kommt forma cirrata kaum vor, oder fehlt vollkommen und auch die Popu­lation der forma typica ist nur schwach entwickelt. Die obere Grenze der biologischen Gezeitenzone liegt also dort, wo die Wellen ihre höchste Grenze erreichen. Durch diese „Spritz­zone" wird die biologische Litoralzone mehr oder minder breit aus­gebildet. Die Wellen modifizieren also die Lebensbedingungen, da auf diese Weise Organismen, die gewöhnlich nur in der Mittelzone vorkommen, bei grösserer Brandung in die Spritzzone hinauf­kommen. Nach Ercegovic kann man an den dalmatischen Kalkkü­sten einen gut bestimmten Gürtel unterscheiden, der durch die kom­pakte, lithophyte Zone der Cyanophyceen gekennzeichnet ist. Wir wissen, dass die Cyanophyceen gemeinsam mit Chthamaliden leben und als deren Feinde aufzufassen sind. So kann ich also feststellen, dass diese Gliederung der litoralen Zone auch durch die Chthamalen gerechtfertigt wird. Ercegovic fand an ausgesetzten Stellen in der Spritzzone lithophytische Cyanophyceen, wie Pleurocapsa gloe­capsoides, Scopulonema brevissimum, Brachynema litorale und Epilitha adriatica. Unter Beachtung dieser Ergebnisse gebe ich hier eine Tabelle der vertikalen Gliederung, welche im grossen und ganzen für die ostadriatischen und auch für die nordadriatischen Verhältnisse zu passen scheint. I. Biologische Gliederung an stillen Orten. 1. Grösstes Flut-Niveau bis 0 Niveau-Zone. 2. Niedrigstes Flut-Niveau bis 0 Niveau-Zone (Mittelzone). 3. Niedrigstes Flut-Niveau bis höchstes Ebbe-Niveau (Mittelzone). 4. Höchstes Ebbe-Niveau bis niedrigste Ebbe-Niveau-Zone. 5. Untergetauchte Region.

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