Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 40. (Budapest 1947)
Kolosváry, G.: Die Balaniden der Adria
24 „sinkt" immer tiefer ein, und der Schwamm umwächst sie immer mehr. In dieser Phase wächst die Spongin-Substanz in die Operkulum-öffnung (Orificium) hinein und bildet hier eine die Operkularplatten umfassende Primärkrone. Diese verhindert das öffnen der Operkularlamellen und später wächst das Spongin auch in die Mauerkrone ein! Das Tier stirbt ab, geht in Verwesung über und die Sponginfasern wachsen immer tiefer und tiefer in die Schale hinein und füllen schliesslich den ganzen Raum der Mauerkrone aus. Die Endphase besteht darin, dass die starken Sponginfasern in das Grübchen, welches die Acasta selbst gebohrt hat, eindringen. Diese Fasern bilden hier einen widerstandsfähigen Xetz-Callus, welcher die ^Íc«s£íz-Überreste aus dem Grübchen auswirft. So nehmen die -Jcasia-Reste einen sekundären, passiv erreichten Platz ein und die Lamellen der Mauerkrone werden aufeinander gesetzt (siehe Textabb. 3). Schwämme, in welchen unsere Unterart vorkommt, sind wie folgt: Euspongia, Cacospongia scalaris, Hircinia variabilis, Spongia agaricina, Spongelia fragilis. Die Art bildet Assoziationen mit Saxicava, Bryozoen und Baianus spongicola, mit anderen BaianusArien aber nur selten. Die Art lebt in Schwämmen, teilweise oberflächlich, teilweise verborgen. Alle Exemplare, die ich untersuchte, befinden sich in den äusseren Hohlräumen des Hornschwammes Hircinia variabilis O. Schm., Euspongia officinalis Linné, Cacospongia scalaris O. Sehm. und auch in zusammengewachsenen Exemplaren von Euspongia und Hircina. In einem Exemplar von Euspongia officinalis var. agaricina fand ich die Art mit Baianus spongicolu und Acasta spinitergum zusammen (Philippinische Meere). Über die Ökologie bringt noch Gravier (45) Angaben. Lebende Exemplare fanden wir oft neben Rovigno und auch im Canal di Lerne (Dredge). Von Wellen ausgeworfene Schwämme enthalten immer Acasta (Orsera bis Brioni). In der Gefangenschaft waren die Exemplare gut zu halten. Sie sind in Spätherbst voll mit Eiern. Die Bewegung der Cirren war gut zu beobachten. Die Tiere bewegen sich ziemlich langsam, im Gegenteil zu anderen von mir beobachteten Balaniden. Die folgende Tabelle zeigt die beobachteten Bewegungen. Die arabischen Zahlen geben in Sekunden die Zwischenräume zwischen den einzelnen aufeinanderfolgenden Cirrenschlägen an.