Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

95 Reihenfolge hin, in welcher der Schwefelgehalt mit dem Absinken des Tellurgehaltes in demselben Verhältnis zunimmt. Dafür spricht auch die Tatsache, dass am äusseren Rande (gegen die Oberfläche des Erzstückes) Wismutglanz die Reihenfolge abschliesst, dessen Re­flexionsvermögen, Pleochroismus, Anisotropieeffekte und Schleifhärte etwas sprungartige, aber gleichgerichtete Veränderungen zeigen. Das Ergebnis der Beobachtungen kann also kurz darin zusam­mengefasst werden, dass die Tellurid-Reihenfolge aus den Gliedern Bi 2Te 3 — Bi 2Teß — Bi 2TeS 2 bestehen muss; an das an Schwefel am reichsten Glied dieser Reihe scheint sich dann die Verbindung £>i,S 3 dicht anzuschliessen. Bezüglich seiner Gitterstruktur ist unter den Gliedern der Aufbau des Tetradymits (BLTeß) bekannt (12). Sein Gitter ist rhomboederförmig ; seine Elementarzelle erscheint als stark gestreckter Rhomboeder; Gitterkonstanten: a = 24 n10' a r h = 10,31 a n = 4,31 c 0 = 30,01 Die Zelle enthält 1 mol Bi 2Te 2S. Die Gitterpunkte ordnen sich in 3­und 6-Koordination nach der dichtesten kubischen Kugelpackung an. Im Gitter reihen sich senkrecht auf die Hauptachse die aus gleichen Atomen bestehenden Gitterebenen derart nebeneinander, dass die Bi­Atomebene einerseits von einer S-, anderseits von einer Te-Atom­ebene bedeckt wird, d. h. also, es entsteht eine typische Schichtengit­terstruktur. Die Reihenfolge der Schichten ist: S — Bi — Te — Te — Bi — S Die Gitterstruktur des Tellurwismuts (Bi.Je ,) ist der vorigen Struktur ähnlich mit der Abweichung, dass auch an die Stelle der S­Atome Te-Atome treten. Infolge des grösseren Radius der Te-Atome erleiden die Dimensionen des Gitters eine geringe Abänderung: « = 24"02' a r h - 10,51 a, = 4,38 c 0 = 30,6 Die Zelle ist also etwas grösser, im übrigen stimmen aber sowohl die Verbindungsart, als auch die physikalischen Eigenschaften voll­kommen überein; die Schichtenfolge ist nun: Te — Bi — Te — Te — Bi — Te Was die Gitterstruktur betrifft, so besteht kein Hindernis dafür, dass sich noch eine ähnliche Struktur herausbilden könnte, uzw. so, dass ein Teil der Te-Schichten von neuem durch S-Schichten ersetzt werden könnte, aber entgegengesetzt wie beim Tetradymit, d. h. dass von den das Wismut umgebenden Schichten nun die beiden identi­schen, einander gegenüberstehenden Schichten aus S-Atomen gebildet sind, u. zw. wie folgt: ... Te — Bi — S — S— Bi — Ts

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