Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

89 sichtbaren Saum bildet. Weiter nach innen zu, im Inneren der Tellur­wismut-Partien nimmt der Wismutglanz die Form des ,,Schrift-Gefü­ges" an. Diese myrmekitische Verwachsung erinnert — wie dies auch Photo 5 auf Taf. 1 zeigt — sehr stark an die eutektischen Gebilde. Die Wismutglanz-Körper erheben sich infolge ihrer grösseren Härte gleichsam reliefartig aus ihrer Umgebung. In den Zwickelfüllungen finden wir noch Tetradymit; ebenso ist auch ein Teil des inseiförmig umschlossenen Tellurids noch Tetradymit, doch schliesst er sich selbst an diesen Stellen nicht unmittelbar an den Wismutglanz an; auch hier Abb. 5. Umzeichnung einer Anschliff-Photographie des ,,Wehrlit"-s aus der Sammlung des Ung. Naturw. Mus. Budapest. Grenzlinie des Tetradymits; Zerfallsprodukte sind: Teîlurwismut und Wismutglanz. Vergr. r= 80 fach. ist nämlich eine ganz dünne Tellurwismut-Haut zwischengeschaltet. An vielen Stellen des Präparates ist zu sehen, wie der Wismutglanz auf Kosten des Tetradymits vordringt und dabei Bi.,Te 3 um sich herum, aber hauptsächlich vor sich herschiebt. In der Nähe dieser Zone ist auch der Tetradymit selbst nicht ganz homogen. Es zeigen sich nämlich in ihm Reihen feiner, kaum wahrnehmbarer zungen-, bezw. spindelförmiger Gebilde, die das Anzeichen des beginnenden Zer­falles darstellen. Es ist daher offensichtlich, dass wir diese Erscheinung als eine solche Umwandlung aufzufassen haben, welche durch die nach der

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