Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

90 Entstehung eingetretene Temperaturvsränderung erklärt werden kann. Zur eingehenderen Untersuchung der Frage bot sich infolge Mangels an entsprechendem Material leider keine Möglichkeit. Im Wismutglanz war gegen die äusseren Ränder zu noch eine weitere Umwandlung zu beobachten, die am ehesten als eine Zer­setzungserscheinung betrachtet werden kann. Neben kohlensaueren und kieseligen Gangarten war auch etwas gediegenes Wismut zu sehen. In den Telluriden der Randpartie zeigt sich dieselbe wellige Auslöschung, die weiter oben eingehend besprochen wurde; in Öl­immersion sind um den ,,schriftgefügten" Wismutglanz herum so­gar geringe Spuren vom Translationserscheinungen zu erkennen. Bezüglich des Wismutglanzes verdient die Erscheinungsform der Spaltungen die grösste Aufmerksamkeit. Die kräftigen Spaltrisse dt s Tetradymits nach (0001) ziehen nicht unterbrochen über einzelne Wis­mutglanz-Körperchen hinweg; wenn sie die Grenze des härteren und weniger gut spaltbaren Wismutglanzes erreichen, so ziehen sie auf diesem, wenn auch mit einer kleinen Abweichung, so doch ohne we­sentliche Richtungsänderung weiter; wenn sie dann aus dem Wismut­glanz austreten, verfolgen sie ihren alten Lauf im Tellurid (Taf 1, Photo 6). Die Erklärung dieser Erscheinung ist zweifellos in der Git­terstruktur zu suchen, von welcher in einem späteren Kapitel die Red 3 sein wird. Das Auftreten gediegenen Wismuts im äusseren Rande der Erz­probe wurde schon oben erwähnt; die Anwesenheit und die Form der sekundären Minerale beweist, dass das gediegene Wismut als ein wei­teres Zersetzungsprodukt des Wismutglanzes betrachtet werden muss. Molybdänit ( MoS L >) : Dieses Mineral erschien ebenfalls in der oben erwähnten Umwandlungszone. Sein Auftreten ist überraschend, wenn es auch im Mineralienverband ähnlicher Genese nicht unbekannt ist. Seine Menge ist ausserordentlich gering; es waren nur drei dünne, verbogene Blättchen in dem vom Wismutglanz und Wismuttellurid ge­bildeten Saumteil zu beobachten. Eines dieser Blättchen reichte bis zum Rande des Anschliffes, d. h. bis zur Oberfläche der Erzprobe. Uber die Gruppe der Tellurwismut-Verbindungen. Das Ergebnis der in den vorangehenden Abschnitten eingehendst besprochenen erzmikroskopischen Untersuchung liegt in erster Linie in der Feststellung, dass die in unseren Sammlungen unter dem Namen ,,Wehrlit-Pilsenit" (Börzsönyit) aufbewahrten Tellurerze nicht ho­mogen sind. Die Erkenntnis dieser Tatsache birgt nun zwei weitere

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