Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)
88 No 2 überein. Wenn auch in geringerem Ausmasse, so sind demioch die willig-schaumige Auslöschung und die subparallelen Translationserscheinungen auch hier zu finden. Ausser der Hauptspaltrichung nach der Basis kann noch eine weitere, auf ihr schräg stehende Spaltrichtung festgestellt werden. Der von dieser Spaltrichtung und der Basis eingeschlossene Winkel beträgt 75°, was nach Haidinger (11) dem Neigungswinkel der häufigsten Fcrm (/) sehr gut entspricht: 74"44'. Diese Form wird von H i n t z e auf Grund der Untersuchungen Haidingers als f (2021) +2R bezeichnet, während sie V. Goldschmidt (8) r(1121) nennt. Die beiden Spaltrisse nehme n stellenweise Gitterform an, oder erscheinen als stufenartiges Gebilde (Taf. 1, Photo 1). Tellurvcismut (Bi.,Te 3) und Wismut glänz (Bi 2S 3) . Der Tetradymit wird an seinen Rändern stellenweise von Tellurwismut und Wismutglanz in Form einer zusammenhängenden Schale umgeben. Das Gefüge der dreifachen Erzgrenze zeigt das Ablaufsbild eines charakteristischen Prozesses. Es wird nämlich der Zerfall des Materiales des Tetradymits sichtbar: Bi 2Te. 2S —• Bi,Te 3 + Bi. 2S 3 ; diese Erscheinung ist in der Gruppe der Wismutverbindungen keine Seltenheit; am meisten tritt sie am Rand; kleinerer Erzkörper unlier der Einwirkung des langsamen Absinkens der Bildungstemperatur auf. An denselben Stellen tritt dann später als Vorläufer des Zersetzungsprozesses weiterer Zerfall auf und gemeinsam mit einzelnen sekundären, bezw. oxydischen Bildungen erscheint auch gediegenes Wismut. Dieses Bild ist an der vorliegenden Erzprobe ebenfalls zu beobachten. Das bedeutend hohe Reflexionsvermögen des Tellurwismuts, sowie seine ausgesprochen cremegelbe Farbe ist neben dem Wismutglanz sehr auffallend; das Reflexionsvermögen des Tetradymits ist im Vergleich zu dem des« Tellurwismuts ebenfalls geringer, während seine Farbe (besonders in Ölimmersion) einen gelblichgrünen Stich zeigt. Die Zerfallspartien können, wie folgt, charakterisiert werden. Die Grenze des Tetradymits erscheint nur selten als gerade Linie, sondern ist eher ausgezackt. Es erweckt den Anschein, als ob die Spaltrichtung bei der Ausbildung der Grenzlinie ebenfalls eine Rolle gespielt hätte. Entlang der Grenzlinie tritt auch sofort Wismutglanz auf. Dieser kann in der Nähe der Grenze als eine schmale, gegen den Tetradymit hin mit charakteristischen Fortsätzen versehene Zone beobachtet werden (Abb. 5). Sie steht mit dem Tetradymit niemals in unmittelbarer Berührung; es schiebt sich nämlich zwischen sie immer Tellurwismut ein, welches oft nur einen ganz dünnen, unter stärkerer Vergrösserung