Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

B. Das aus dem Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museum stammende Exemplar ist durch den starken Metallglanz seiner Ober­fläche auffallend, doch ist seine Farbe schon dunkler und steht dem Bleigrau nahe. Seine Gestalt scheint die eines schlecht entwickelten, verzerrten Kristalles zu sein. An seiner Oberfläche sind Vertiefungen, Negativeindrücke und ein körniger, dunkelgrauer Beschlag zu beobach­ten. Ausser der Basis, bezw. der Spaltfläche können noch einige Kri­stallflächen sicher erkannt werden. Auf Grund der mit dem Gonio­meter durchgeführten Untersuchungen konnte ich mit Bestimmtheit drei Kristallformen feststellen. Es sind dies: o(0001), s (1124) und s (2241). Bei einem Vergleich der gemessenen Winkelwerte mit denen des Tetradymits aus Zsubkó lässt sich folgende Tabelle zusammen­stellen : o : z o : s Fundort (0001): (1124) (0001) : (2241) 42°30' 82° 14' Zsubkó 42°43' 82°31' Börzsöny Die so erhaltenen Werte stehen in schöner Übereinstimmung mit den Ergebnissen der im folgenden besprochenen mikroskopischen Un­tersuchung. Das Bild u. d. M. ist insofern dem vorigen ähnlich, als auch hier der Mittelteil ziemlich einheitlich ist, welcher dann gegen den Rand zu von einem mehr-minder zusammenhängenden Saum aus * verwandten Erzen gleichsam als Hof umgeben wird. Die einzelnen Glieder sind folgende : Tetradymit (Bi.Te.ß ). Dieses Erz stellt gleichsam den Kern des ganzen Stückes dar. Seine Schleifhärte ist gering, sein Anschliff aber stark zerkratzt. Die Spaltrisse sind als dichtes, paralleles Linienwerk gut zu sehen. Reflexionsvermögen stark, Farbe an der Luft gelblich­weiss. Pleochroismus nur an den Rändern wahrzunehmen. In Ölimmer­sion wird das Erz etwas matter und auch die Farbe erhält einen grauen Stich, so dass der Pleochi-oismus besser sichtbar wird. Anisotropie­effekte schwach und eher in Ölimmersion zu beobachten. Farben nicht lebhaft: bräunlichgrau — mattgrau. Auslöschung gerade. Die opti­schen Eigenschaften stimmen mit denen des oben besprochenen Erzes

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