Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

82 Zwillingsbildung zeigte sich also in keinem der Tellur-Erze. Da­gegen war an der Grenze der Erze No 2 und No 3 in ein2m Falle als Einschluss gediegenes Wismut zu beobachten; die Länge dieses leisten­förmigen Einschlusses betrag 60 u, ihr; Breite 25 «. Wismutglanz (Bi,S H). Ist entlang des äusseren Saumes am gan­zen Erzanschliff zu verfolgen; an einigen Stellen dringt er den Spalt­rissen entlang gegen die Mitte vor. oder bildet an der Grenze kleinere Inseln. Seine Schleifhärte ist grösser als bei den übrigen Erzen; die Gestalt seiner kleinen Körnchen ist mitunter polygonal, häufig aber nadel- oder leistenförmig. Die Grenze gegen die Telluride ist ausge­zackt, flammen- oder zungenförmig. Die Leistchen bildin an mehreren Stellen filzartige oder strahlige Gebilde. Die ineinander verflochtenen Leisten ahmen manchmal das Bild von Zwillingskristallen nach. Die dünneren, gestreckten Kristalle sind gekrümmt, geschweift, eine Er­scheinungsform, die nur durch die schwache Translation erklärt wer­den kann. Die Reflexionsfarbe des Wismutglanzes ist weiss, doch im Ver­gleich zu der de.' Telluride grau mit ausgesprochenem bläulichem Stich. Rflexionsvermögen weitaus geringer als bei den oben bespro­chenen Erz:n. Pieoch/ci&mus auffallend stark, am hellsten in der Längsrichtung (c): weiss (im Vergleich zu den Telluriden grauweiss), in der Querrichtung (a —b ) matt bläulichgrau. Die Unterschiede er­scheinen in Ölimmersion noch weit bedeutender: c = cremeweiss; a ~ hellgrau mit bläulichem Stich; b = grauweiss. Anisotropieeffekte stark, erscheinen aber nicht in lebhafter Farbe. In Ölimmersion wer­den die Farben lebhafter: grau-clivengrün, matt gelblichgrün oder weisslichgelb-graubraun mit violettem Stich. Auslöschung gerade, wenn auch vclle Dunkelstellung kaum erreichbar. Über das Ätzverhalten wird später berichtet. Hessit (Ag.Js). Schliesslich muss noch ein weiterer Begleitsaum erwähnt werden, der seiner Lage nach schon früher hätte besprochen werden sollen. Der Hessit lagert sich nämlich als dünne Linie zwischen die mit No 1 und No 2 bezeichneten Telluride ein, doch nur in der einen Hälfte der Erzprobe. Er zieht nicht konsequent im Kreis, son­dern z- igt sich nur dort, wo' die übrigen Bestandteile des Saumes schmäler werden. An diesen Stellen bildet er zur Spaltrichtung paral­lele, dünne Ausläufer oder kranzartige Gebilde; in beiden Fällen wird er von den Saum-Telluriden und vcm Wismutglanz begleitet, so dass sich aus diesen Komponenten eine konzentrische Zeichnung ergibt (Abb. 2).

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