Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Zimmermann, Á.: Über das Pankreas und seine Langerhans'schen Inseln
2 torini'sche Gang, Ductus pankreaticus minor s. accessorius, von den ventralen der Wirsung'sche Ductus pankreaticus major zustande. Diese Anlagen nehmen anfangs in sagittaler Richtung Platz, verschmelzen aber, sobald sie durch die Magendrehung in eine horizontale Lage gelangen. Bei manchen Tierarten mündet der Wirsung'sche Gang gemeinsam mit dem Choledochus in das Diverticulum Vateri an der ventralen Duodenalwand, so z. B. bei Equiden, bei anderen bleibt nur der ventrale allein erhalten, z. B. bei Ovinen, wieder bei anderen nur der Santorini' sehe Gang, z. B. bei Suiden. Von den Ausführungsgängen bleibt jener Gang beständig, welcher auf dem kürzesten Weg den Zwölffingerdarm erreicht, worauf die Nachbarorgane, insbesondere die Leber und der Pfortaderkreislauf einen Einfluss ausüben. Die Bauchspeicheldrüse war bereits der Hippokrate s'schen Schule bekannt. Der G a 1 e n o s'sche Terminus anatomicus Pankreas wurde von B a u h i n aus dem Griechischen ins Lateinische als totum carnosum übersetzt, da ~àç, iz&aa, ~àv lateinisch totus, -a, -um, v.psa; bei H o m e r o s Fleisch, lateinisch caro, carnis bedeutet. Doch xj rAaq, hat nebenbei auch eine andere Bedeutung, nämlich Drüse, hier also lauter Drüse, volle Drüse, mit wenig Bindegewebe. Der deutsche Name Bauchspeicheldrüse stammt von S ö m m e r i n g, der nach ihrem unebenen Äusseren eine Ähnlichkeit zu den Speicheldrüsen des Kopfes fand, doch ist die Wirkung, d. h. die Fermente beider grundverschieden. Die Ohrspeicheldrüse erscheint in ihrer vollen Entwicklung erst bei den höheren Wirbeltieren, während die Bauchspeicheldrüse, mit deren Phylogenie sich insbesondere B r o m a n beschäftigte, ebenso wie die Leber, ein früheres Erbgut darstellt. Anfangs erscheint das Pankreas in Form mehrerer kleiner Drüsen im Laufe des ganzen Mitteldarmes; später aber bleibt es nur in der Nähe der Leber zurück, während die übrigen verschwinden; die Wirkung des Pankreassekrets wird nämlich von der Galle beeinflusst. Mit Ausnahme von Amphioxus findet sich bei jeden Wirbeltier das Pankreas vor, obzwar noch in der Mitte des XIX. Jahrhundertes die Ansicht verbreitet war, dass die Fische und Amphibien kein Pankreas besitzen. Das Pankreas kommt nämlich oft in diffuser Ausbreitung, disseminiert vor, so bei einigen niederen Wirbeltieren; so liegt es z. B. bei Tetromyzon (Giacomini) und bei Knochenfischen in die Substanz der Leber -eingebettet, was seine Erklärung in der Entwicklungsgeschichte findet. Während dem Amphioxus das Pankreas vollkommen fehlt, erscheint es bei den Cyclostomen als eine unscheinbare Mitteldarmdrüse, bei den Selachiern aber in Form einer kompakten