Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

Die Oberfläche der Tiere war mit unregelmässig zerstreuten Schwefelgranulas besetzt, welche leicht den Anschein erwecken, als wären sie aus dem Vorticellenkörper ausgeschieden. Die Körnchen waren keine subpelliculären Gebilde, sondern hafteten mehr oder min­der fest an der Aussenfläche der Pellicula und des Stieles, welche ähnlich wie bei vielen anderen saproben Ciliaten, scheinbar etwas muzinös ist. Die Gestalt der Tiere war keiner bemerkenswerten Variabilität unterworfen. Die Spliter, ebenfalls breit glockenförmigen Tiere waren hinten weniger verjüngt als die von d'U d e k e m dargestellte Form. Dieser Umstand könnte auf erhöhten Zellturgor und reduzierte Funk­tion der Pulsationsblase zurückgeführt werden. Der Diskus blieb je­doch, wie bei der typischen Form, immer flach. Der entfaltete Peristomsaum ist farblos, hyalin, in horizontaler Ebene flach ausgebreitet, nie umgeschlagen und besitzt einen gekerbten Rand. Halb kontrahiert ist er gewellt und legt sich bei vollkommen zusammengezogenen Tieren mit tiefen Radialfalten fest über den Rand des eingezogenen Diskus. Die Spliter Tiere hatten eine diffus gelbliche Farbe, welche von Kent nicht erwähnt wurde. Doch zeigten bisherige Erfahrungen, dass die Färbung mancher Peritrichen nicht als Artenmerkmal, sondern viel eher als ökologische Variation aufgefasst werden soll (E n t z, 1901 ; Stiller, 1941, S. 360, 429), welche mit der chemischen Zusammen­setzung, bezw. Saprobisierung des Wassers zusammenhängt. Der kurze, kaum bis zum Ende des ersten Körperdrittels rei­chende Schlund ist mit kräftigen Membranellen ausgerüstet. Die sich abschnürenden Nahrungsvakuolen sind rund. Ihre Zahl ist derart hoch, dass sie den ganzen ento plasmatisch en Teil des Körpers ausfüllen. Die hieraus ersichtlichen günstigen Ernährungsverhältnisse ziehen, ähnlich wie an sonstigen polysaproben Standorten, eine hohe Indivi­duenzahl der meisten hier heimisch gewordenen Arten nach sich. Vorticella d'udekemi war im Sommer des Jahres 1938 eine der Leit-' formen dieser Lebensgemeinschaft. Die Tiere sassen an 4fach körperlangen Stielen dicht nebenein­ander und bildeten ausgebreitete, sozusagen bestandbildende Schein­kolonien.

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