Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

40 Vorticella microstoma Ehrbg. (Abb. 3 c) Diese variable Art kam in der polysaproben Lebensgemeinschaft der Badequellenmündung als Symphoriont der an der obersten Treppe gefundenen Cladophora vor. Sie war selten und bildete nie grosse Scheinkolonien. Die Tiere hatten mit ihrem schwach verdickten und nicht scharf abgesetzten Peristomsaum die typische Form der Art, nur die Streifung war gröber und ähnlich wie in den Kochsalzteichen Siebenbürgens und den periodischen Natrontümpeln der Grossen Ungarischen Tiefebene (E n t z, 1904; Stiller, 1941) mit Reihen von Perlen bedeckt, welche sich jedoch nur auf den unter dem Peristomsaum befindlichen Kör­perteil beschränkten. Die Pellicula des kleinen, gewölbten und schief­gestellten Diskus, sowie die des Peristomsaumes blieb glatt. Die Pulsationsblase ist gross, pulsiert aber äusserst langsam, ohne dass sich am Tiere Zeichen eines erhöhten Zellturgors äussern würden. Gelegentlich der Kontraktion legt sich der untere Körperteil mützenförmig über das obere Stielende. Der obere Teil des wurstförmigen Kernes ist in der Höhe der Pulsationsblase horizontal gerichtet, während der untere in das ver­jüngte Körperende bis an die Grenze des Kortikalplasmas hinabreicht. Die Nahrungsvakuolen sind klein, schon während der Abschnü­rung rund und für eine polysaprobe Art spärlich an der Zahl. Ihr Inhalt war amorpher Detritus. Mit der kleinen Zahl der Nahrungs­vakuolen hängt wohl auch die. verhältnismäsig geringe Population zusammen. Die Tiere sind durch ihre perlenartige Hülle befähigt, die für diese Art ungewöhnliche Zusammensetzung des Wassers zu ertra­gen, aber die dort herrschenden Lebensverhältnisse bleiben scheinbar weit unter ihrem Lebensoptimum. Die Länge des ausgestreckten Tieres beträgt 40—42 u. Der Stiel erreicht das 3—4-fache der Körperlänge. Gattung: Zoothamnium Bory, 1824. Zoothamnium duplicatum Kahl (Abb. 4a-c). Diese Art ist nicht nur sehr variabel, sondern, wie aus den in der Literatur befindlichen Angaben hervorgeht, auch bezüglich der Besetzung des Substrats nicht wählerisch. In der Kieler Bucht lebten diese Tiere hauptsächlich epizoisch, doch fanden sie sich nicht selten auch an Brückenpfählen (Precht, 1935). In Split lebte diese Art

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