Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

21 Der Gehalt an 0 2 beträgt nach einer von Pax vorgenommenen Messung in beiden Quellen weniger als 0.5 ccm pro Liter (Pax, 1940). Wie aus den Ergebnissen der oben angeführten Analyse von Vierthaler hervorgeht, ist das Quellwasser an Mineralien sehr reich. Über die Herkunft des Mineralgehaltes der Spliter Schweiel­quellen gehen die Meinungen verschiedener Forscher auseinander, so dass sie bis heute nicht einwandfrei geklärt werden konnte. Sämtliche Forscher teilen jedoch die Auffassung, dass die Schwefelquellen mit dem Küstengrundwasser in Verbindung stehen. Einen Beweis dafür finden wir neuerdings in der Arbeit von F. Pax (1940), in welcher das Auftreten lebender Exemplare der Foraminifere Nonionina ds­pressula, sowie der ebenfalls marinen Nematode Terschellingia paxi in der Badequelle festgestellt wird. Die chemische Zusammensetzung der Klosterquelle wurde eben­falls von Vierthaler im Jahre 1867 geprüft. Neuere Analysen wurden seither angeblich nicht mehr vorgenommen. Die Klosterquelle soll in manchen Bestandteilen stark von der Badequelle abweichen. So soll z. B. die Klosterquelle an Chloriden bedeutend reicher sein als die Badequelle, aber nur weniger als die Hälfte des freien Schwefelwasser­stoffes der Badequelle besitzen. Geologisch unterscheiden sich beide Quellen ausser der vermut­lich verschiedenen Ursprungstiefe (Kerner berechnet für die Ur­sprungstiefe der Badequelle 300 m, für die der Klosterquelle bloss 145 m) auch darin, dass die Badequelle den Hornsteinkalk des Berges Marjan durchbricht, während die Klosterquelle aus den dem Hornstein­kalk angelehnten Zügen von Breccien und Knollenkalk hervorbricht (zit. nach K 1 a s, 1938). Dies erklärt zum Teil auch die Verschieden­heit der chemischen Zusammensetzung der beiden Quellen. Die Peritrichenfauna der Schwefelquellen. Da bisher noch keine ausführlicheren Untersuchungsergebnisse über die Ciliatenfauna von Thiothermen vorliegen, schien es von Inte­resse, diese eigenartigen Lebensräume auf ihre Peritrichenfauna zu un­tersuchen. Diesen Untersuchungen waren jedoch bloss die Mündungs­stellen der beiden Quellen zugänglich, wo das abfliessende Wasser besonders bei windigem Wetter und Flut bereits mit dem Meeres­wasser vermischt war. Nur bei Ebbe gelingt es, Proben aus dem ausfliessenden Quellwasser selbst zu erhalten. Einmal, am 22. August 1938 hatte ich auch Gelegenheit, einen im Hofe der Badeanstalt befindlichen Schacht der Badequelle in Gesellschaft von Prof. F. P a x

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