Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split
20 der Halle des Fischmarktes und wird unterhalb der Sumporna uiica (Schwefelstrasse) durch einen Kanal in das dem Ufer näher gelegene Heilbad geleitet. Ihre Wassermenge wird auf 23 1/sec. geschätzt. Das gebrauchte Badewasser wird durch einen Kanal, in welchen auch das durch Fäkalien verunreinigte städtische Abwasser aufgenommen wird, in den Schiffshafen von Split geleitet. Sowohl die Temperatur und der Chemismus, als auch die Wasserführung sind nach Angaben früherer Autoren ( V i e r t h a 1 e r, Glaser) grösseren Schwankungen unterworfen. Nach anhaltendem Regen soll die Badequelle mitunter auf mehrere Wochen versiegen. Mit Rücksicht auf die thermophile Cyanophyoeenvegetation der Badequelle, deren Wärmeoptimum über 30- C liegt, schliesst K 1 a s (1938) darauf, dass die Badequelle früher eine höhere Temperatur besass und die Cyanophyceen eine Reliktvegetation darstellen dürften. Das durch grosse Heilkraft ausgezeichnete Wasser der Badequelle wurde seit dem Jahre 1823 wiederholt auf seine Bestandteile untersucht. Die im Jahre 1867 von Prof. A. Vierthaler vorgenommene Analyse wurde von der Akademie der Wissenschaften in Wien begutachtet und von späteren Forschern bestätigt. Hiernach enthält 1 Liter Wasser: Natriumjodid 0.884 g Magnesiumbromid 0.467 ,. Natriumchlorid 16.787 „ Magnesiumchlorid 4.552 „ Kaliumchlorid 1.244 „ Kalziumchlorid 1.634 ,, KalziumbLkarbonat 0.195 „ Natriumsulphat 2.159 Natriumsulphid 0.195 ,. Sand und Kieselsäure 0.634 „ Natriumnitrat . 1.967 „ Organische Substanzen 0.085 „ Lithium, Eisen- u. Aluminiumoxyd in Spuren Feste Bestandteile, insges 31.504 g Schwefelwasserstoff, frei 0.0405 „ chemisch geb. . 0.0822 „ In beiden Quellen wurde von F. P a x am 22. August 1938 ein pH-Wert von 7,8 festgestellt. Vierthaler (1867) erwähnt, dass beide Quellen ,.schwach sauer" reagierten. Es scheinen hier also von Zeit zu Zeit auch diesbezüglich ziemlich grosse Veränderungen einzutreten.