Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Zimmermann, Á.: Über das Pankreas und seine Langerhans'schen Inseln
15 nen Zellhaufen zu Inseln charakterisiert, so dass das Bild nicht von kleineren Zellgruppen, sondern von grösseren, Funktionserscheinungen aufweisenden Inseln beherrscht wird. Beim 83 cm langen Kalbsfetus, im 9. Monat, scheint die Entwicklung der endokrinen Anteile im Pankreas beinahe zum Stillstand gekommen zu sein. Die zerstreuten, kleineren-grösseren, gut vascularisieiten Zellgruppen fliessen zu mehr-minder abgegrenzten Inseln zusammen. Auch hier bemerkt man Wucherungen am Epithel der Ausführungsgänge und Erscheinungen, die auf Neubildung endokriner Elemente aus den Acinuszellen hinweisen. Die Bildung der Langerhans'schen Inseln nimmt mit der Geburt noch kein Ende, sondern setzt sich auch postnatal weiter fort. Die erste Spuren endokriner Elemente konnten wir während unserer Untersuchungen im Pankreas 65 mm langer Kalbsembryonen nachweisen, die primär aus dem Epithel der Drüsengänge und aus den Ausführungsgängen hervorsprossen. Später grenzen sich die so entstandenen Endokrinzellgruppen von den Ausführungsgängen ab; teils durch Vermehrung ihrer Zellen, teils durch Zusammenfliessen der benachbarten Zellgruppen entstehen dann mit zunehmender Vascularisation und Bindegewebsanschluss aus der Umgebung die Langerhans' sehen Inseln. Die Insulin-Produktion tritt also im embryonalen Leben sehr zeitlich auf. Am Beginn der zweiten Hälfte des intrauterinalen Lebens entstehen endokrine Elemente auch sekundär aus den Acini; sobald die Bildung der Langerhans'schen Inseln ihre grösste Intensität erreicht, schwillt der Zellkörper der exokrinen Acinuszellen an, die Zymogenkörnchen verschwinden, der Kern zieht gegen die Mitte der Zelle, das Lumen der Acini verschwindet ebenfalls und die kompakten Epithelinseln werden stärker vaskularisiert. Eine Rückbildung der endokrinen Elemente zu exokrinen, mit Bildung von Acinushöhlen und Verbindung mit den Ausführungsgängen, wie sie gemäss der Balancement-Theorie nach Laguesse nach der Geburt vorkommt, konnte im intrauterinalen Leben nicht beobachtet werden. Zusammenfassung. Die beiden grossen Mitteldarmdrüsen, die Leber und das Pankreas wirken mit ihrem endokrinen Anteil auf den Kohlehydratstoffwechsel ein; der endokrine Anteil des Pankreas, die Langerhans'schen Inseln, zeigt auf die Zuckerproduktion der Leber eine Regulations-, bezw. Hemmungswirkung.