Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Zimmermann, Á.: Über das Pankreas und seine Langerhans'schen Inseln

16 Das exokrine Sekret des Pankreas ergiesst sich stets hinter dem Gallensekret der Leber in das Duodenum: Milieuwirkung. Der Name Pankreas weist darauf hin, dass dieses Organ zum grössten Teil aus Drüsensubstanz besteht, da xpéxç nicht nur Fleisch bedeutet, sondern auch Drüse. Das Pankreas ist während seiner frühen Entwicklung eine tubu­löse Drüse, später wird sie aber tubuloalveolar ; die Röhrchenzellen setzen sich in die Acini als zentroacinäre Zellen fort und bedecken auf einer gewissen Strecke die Zymogenkörner enthaltenden Zellen. Die von Paul Langerhans 1869 im Pankreas des Kanin­chens entdeckten und später nach ihm benannten Inseln sind beim Ka­ninchen am grössten, wo sie im Schwanzteil des Pankreas, in der Pars linedlis panlcreatis am stärksten angehäuft vorkommen; embryo­nal sind sie zahlreicher, als bei erwachsenen Tieren. Sie werden von keiner geschlossenen Kapsel umhüllt, sind aber von einem Kapillar­netz umgeben, welches von einigen zellarmen Bindegewebsfasern beglei­tet wird. Auch die Zellmasse ist von auffallend zahlreichen und weiten Blutkapillaren durchzogen. Die kleinen, polygonalen, schwach färbba­ren, scharf abgegrenzten Zellen enthalten sehr feine acidophile Körnchen. An Rindsfeten konnte festgestellt werden, dass die intertubulö­sen Zellhaufen, die Langerhans'schen Inseln, bei Embryonen von der Länge von 65 mm erscheinen, aus den Pankreasröhrchen, Drüsengän­gen hervorsprossen, also von derselben Abkunft sind, wie die exokrinen Drüsenzellen der Acini, von welchen sie durch stärkere Vaskularisa­tion, zum Teil ab?r auch durch einige Bindegewebsfasern getrennt werden. Beim 57 cm langen Kalbsembryo entstehen endokrine Insel­zellen auch sekundär aus d n Endstückzellen, also den exokrinen Drü­senzellen der Acini, welche ihre Zvmogenkörnchen verlieren und deren Kern sich zentral verlagert. Nach der Balancement-Theorie von Laguesse soll sich dies? Umänderung auch in umgekehrter Richtung vollziehen, da während des Lebens (also postnatal) in den Inseln ein Hohlraum entsteht, wel­cher mit dem Ausführungsgang in Verbindung tritt; im Zellkörper treten Zymogenkörnchen auf und die Zellen werden zu exokrinen Drü­senzellen. Bei Kalbsfeten konnte dieses Umgestaltung aber nicht be­obachtet werden. Die Bildung der Langerhans'schen Inseln nimmt mit der Geburt noch nicht ihren Abschluss.

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