Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)
Kretzoi, M.: Bemerkungen über das Raubtiersystem
77 Endoconid und hinter dem Metaconid Höckerduplikationen, die schliesslich (Spelaeus) zum Schliessen der Talonidgruben-Öffnung führen. Doch ist dieser M, auch in diesem Zustand nicht mit einem Agriotheriiden-Reisszahn zu verwechseln. 1. Die Höckerreihe fällt nämlich nicht vom Metaconid an stufenweise nach hinten ab, 2. die Talonid-Innenwand kommt gegenüber der Aussenwand nie zur Dominanz, 3. bildet sich hier am Hinterrande des Zahnes ein normales Mesoconid, dort wo sich bei den Agriotheriiden die Talonidgrube öffnet und 4. bekommt auch die Tri gor id-Innen wand bei den Spitzenformen Sekundärhöcker. was bei Agriotheriiden nie dei" Fall ist. Vordere P verschwinden endlich bis auf P' und P. vollständig. Diese Gruppe, die Ursidae, zerfallen in zwei natürliche Gruppen: eine kurzköpfige Reihe südamerikanischen Verbreitungsgebietes, die Arctodontinae , und eine holarktisch-indomalayische langköpfige Reihe, die Ursinae, die sich im weiteren durch abweichende P-Reduktion. sehr verschiedenes Evolutionstempo der M und auch abweichende M,-Spezialisation gut unterscheiden lassen. Wie oben schon erwähnt, erscheinen die Ursiden erst im Oberpliozän, so dass wir nicht die geringsten Anhaltspunkte dafür besitzen, ob sie sich aus dem obereozänen Primitivb^sta.nd der Canioidea als vom ersten Anfang an selbständige Linie ableiten lassen, oder aber später aus einer der primären Familien als sich rasch entwickelnde Seitpnlinie abspalteten. Auf Grund des Bauplanes sowohl der oberen, als auch unteren M möchte ich eher die letztere Möglichkeit annehmen, mit der konkreten Vermutung, dass sich die Ursiden aus echten Caniden auf nordamerikanischem Boden entwickelten. Für diese Annahme spricht ausser dem Umstand, dass die Bären auch in Nordamerika bis ins Oberpliozän zurückzuverfolgen sind (Plionarctos) , auch noch das Vorhandensein einer primitiven Ursiden-Nebenlinie in Südamerika. 5. Kleine bis untermittelgrosse Raubtiere, kurzbeinig, langleibi?, eine ausserordentlich polymorphe Gruppe bildend (rezente Formen in 15 Unterfamilien eingeteilt!), doch genetisch hochgradig einheitlich. Die ältesten Formen besitzen 2/2 Molaren, später kann auch noch weitere Reduktion eintreten. Bezeichnend für die Gruppe ist der äusserst einheitliche Bauplan des M\ der anfänglich von reinem Amphicyoniden-Typus ist, später mit der Evolution seinen hinteren ProtoconAst verliert, dagegen den Hvpocon-Halbmond in voller Funktion beibehält. auch bei Formen, deren M 1 einer starken sagittalen Reduktion unterworfen wird (Putorius ). Bei Formen, die sekundär eine Kauflächenvergrösserung erhalten, fällt der Hauptteil auf den Hypocon. Die