Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)
Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken
7 Ringmuskelzone, welche bei der Wirkungsweise der Hautrunzeln (Auspressen des Schleims aus den subepithelialen Drüsen) eine wichtige Rolle spielt, überhaupt nicht. (Siehe Abb. Trappmanns auf Seite 548). Ich selbst führte die Untersuchungen ausschliesslich an Mikrotomschnitten durch. Versuche mit Trappmanns Methode machte ich deshalb nicht, da ich im Zoologischen Institut der Universität Szeged eine von A p á L h y hergestellte, Schauzwecken dienende Transversalschnittserie der Art Helix pomatia sah, die aus dicken Zelloidin-Schnitten bestand. Ich konnte feststellen, dass sich eine derartige Serie ausserordentlich gut zur Veranschaulichung der Organtopographie eines asymmetrisch gebauten Tiers eignet, aber kaum zur Analyse der Muskulatur. Wenn Trappmann dennoch im allgemeinen gute Resultate erzielte, so ist dies dem Umstand zuzuschreiben, dass er die Weinbergschnecke in sehr verschiedenen Schnittrichtungen untersuchte und so von dem ganzen Verlauf der grösseren Fasersysteme ein klares und getreues Bild geben konnte. Weniger klar geht aus seiner Arbeit der Verlauf der kleineren Fasern und die zonale Lagerung der Muskulatur hervor. Deshalb wendete wahrscheinlich Weber bei der Untersuchung des Rüssels der beträchtlich grösseren Art Dolium, galea die Rasiermesser-Technik nicht an. Bei meinen Untersuchungen, bei welchen das Hauptgewicht auf den Vergleich verschiedener Typen gelegt wurde, war ich gleichfalls auf die Anwendung einer allgemein gebräuchlichen, bei allen Arten durchführbaren Technik angewiesen. Zur Probe wurden die Schnitte nach den verschiedensten Methoden gefärbt. Als beste erwies sich das Eisenhämatoxylin-Verfahren nach Heidenhain und eine Nachfärbung mit Erythrosin. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass man bereits bei der mikroskopischen Kontrolle der Differenzierung in Eisenalaun die einzelnen Richtungssysteme der Muskulatur sehr gut unterscheiden und je nach Notwendigkeit im entsprechenden Moment unterbrechen kann. Die einzelnen Fasergruppen erscheinen in den verschiedensten Tönungsstufen, es lassen sich also die Fasern, verschiedenen Verlaufes voneinander sehr gut unterscheiden. Das Bild ist „kontrastreich"; derart gefärbte Präparate eignen sich deshalb auch sehr gut für Mikroaufnahmen. (Siehe besonders Abb. 10 auf Tafel IH). Das Eisenhämatoxylin-Verfahren eignet sich also nicht nur zur Darstellung feinhistologischer Strukturen, sondern es ist, wie aus dem vorliegenden Beispiel ersichtlich, auch zur analytischen Darstellung verwickelter Gewebesysteme sehr gut brauchbar.