Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)
Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken
8 Von den meisten untersuchten Arten stellte ich auch vollständige Schnittserien her, wofür sich junge und halbwüchsige Tiere am besten eigneten. Vollständige Schnittserien wurden meistens mit Hämalaun nach P. Meyer + Erythrosin (oder Eosin WG), m einzelnen Fällen aber mit Hämalaun und Pikrofuchsin nach Hansen gefärbt. Nur ausnahmsweise verwendete ich die Färbemethode von D o m i n i c i, welche gute Übersichtsbilder liefert. Pikrofuchsin nach Hansen diente zur färbetechnischen Abtrennung der Bindegewebselemente von der Muskulatur. Am besten eigneten sich zu den Untersuchungen Transversalschnitte oder Querschnitte durch den Fuss, einzelne Arten wurden jedoch je nach Bedarf auch sagittal und frontal geschnitten. Auch sogen. Flächenschnitte wurden angefertigt. Zur übersichtlichen Darstellung der Muskulatur bewährten sich Lupenvergrösserungen bis 15-fach am besten. Solche Ubersichtsaufnahmen stellte ich mit der Romeisschen Mikrokamera und mit Polar, F:4, Brennweite 75 und 50 mm, in durchfallendem Licht her. Für stärkere Vergrösserungen diente das Reichertsche Objektiv, A = 0.25, 0:1, und das Planokular 12x. Aus den oben erwähnten Gründen wurden hauptsächlich Eisenhämatoxylin-Präparate aufgenommen. Bei Aufnahmen von Hämalaun-Erythrosin Präparaten wurde Grünfilter ang ewendet. Chiton. Die Muskulatur von Chiton wurde schon von Sampson eingehend behandelt. Aus der Reihe der von ihm beschriebenen Muskeln interessieren uns hauptsächlich die Dorsoventralfasern, welche er nicht ganz zutreffend, ,,pedalis", d. h. Fussmuskeln nannte. Unter diesen unterscheidet er den M. lateropedalis und den M. mediopedalis. Der erstere entspringt innen, begrenzt lateral die Körperhöhle und zieht dann zu den äussersten Teilen der Sohle. Der letztere entspringt aussen, am Schild, bezw. gleich neben dem Mantel und zieht zu den mittleren Teilen der Sohle. So entsteht in der Seitenwand des Tieres eine Kreuzung der Lateropedalis- und Mediopedalis-Fasern. Eine zweite Kreuzung zeigen die beiderseitigen Mediopedalis-Fasern in der Fussmitte, unter dem Eingeweidesack. Der rechte Mediopedalis zieht nämlich, nach einer Auflösung in feine Fibrillen, zur linken Sohlenhälfte, der linke aber zur rechten Sohlenhälfte. Alle diese Muskeln verlaufen mehr oder weniger parallel zur Transversalebene ; die MediopedalisGruppî verläuft absr in spitzem Winkel zur Medianebene, während