Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)

Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken

6 Die sich auf der Glaswand des Aquariums mit ihrer Sohle fest­haftenden Murex-Art en wurden bei dem Gehäuse gefasst und mit voller Kraft von der Glaswand abgezogen. In glücklichen Fällen konnte sich das Tier nicht mehr ins Gehäuse zurückziehen, sondern riss am Fussstiel ab und wurde sodann in die Fixierflüssigkeit gelegt. Eine geringfügige Kontraktion war in den meisten Fällen nicht zu vermeiden, erwies sich aber bei der Untersuchung von Schnitten als günstig, da sie die Beurteilung der Wirkungsweise der Muskulatur und des Verhältnisses zwischen lockeren und massiver gebauten Bestand­teilen des Fusses ermöglichte. Die Einbettung selbst wurde möglichst rasch durchgeführt. Dies ist besonders bei Formen mit dichtem Muskelgeflecht ratsam, da ihr Fuss durch länger? Behandlung in absolutem Alkohol, Xylol und Pa­raffin sehr hart wird und sich dann nur schwer schneiden lässt. Zum Einbetten wurde Paraffin Merck mit verschiedenem Schmelzpunkt an­gewendet (46—48°, 52—53° und 56—58°). Eine Mischung von Paraffi­nen verschiedener Schmelzpunkte erwies sich als unvorteilhaft. Um von Tieren mit lockerem Gewebebau möglichst dicke Schnitte zu er­halten, bettete ich sie in weiches Paraffin (46—48°). Arten mit kom­pakterer Muskulatur kamen aber in Paraffin von 56—58° Schmelz­punkt. In letzterem Falle wurden dickere Schnitte derart herge­stellt, dass ich zur mässigen Erweichung des Blocks in geringer Ent­fernung von diesem eine elektrische Glühbirne aufstellte. Mit einer gewissen Übung gelang es mir 25 ju dicke, schöne Transversalschnitte von Haliotis mit 2 cm breitem Fuss herzustellen. Die sich zu Unter­suchungen eignende Schnittdicke stellte ich immer an einer Reihe von verschieden dicken Schnitten fest. Wie wichtig es ist, die günstige Schnittdicke experimentell festzustellen, zeigte sich bei ausgewachsenen Exemplaren von Arion ater. Von Schnitten, die weniger als 30 /j, dick sind, erhält man über den Verlauf der Fasern irreführende Ergebnisse, während dickere Schnitte die einzelnen Muskelzonen nur undeutlich zeigen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich kurz die von Trappmann angewendete Technik besprechen. Da er das verwickelte Muskelge­flecht des Haliotis­Fusses an Mikrotomschnitten nicht analysieren konnte, zerlegte er die mit heiss eingedickter Gelatinelösung bestreuten Fussstücke in verschieden dicke Scheiben. Dass aber diese Schnitte allein zur Aufklärung der Faserrichtungen nicht genügen, zeigte besonders das von mir am Ariow-Fuss gewonnene Resultat. Da Trappmanns Schnitte zu dick waren, bemerkte er die äussere

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