Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)
Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken
26 zu behandeln. Das Ziel ist nämlich, die einzelnen Gruppen nach ihrer Zugehörigkeit (Ursprung) und Aufgabe zu betrachten. Sine regionale Behandlung des durch die Mischung dieser drei Muskelgruppen entstandenen mikromorphologischen Bildes wird wenig Klarheit in den Fragenkomplex bringen. Die einzelnen Systeme müssen unbedingt getrennt behandelt werden. Bei einem Vergleich von Formen mit verschiedener Schalenform scheint es aber angebracht zu sein, die einzelnen Muskelsysteme nach den drei Hauptrichtungen des Raumes zu analysieren, da vom Gesichtspunkte der gestellten Frage und der Funktion das Wesentliche die Richtung der Fasern und nicht das regional abwechselnde Verflechtungsbüd ist. Auf der Richtung beruht nämlich die plastische Fähigkeit des Weichkörpers. Bei einer derartigen Betrachtung lassen wir die Eigenmuskulatur des Pharynx ausser Acht. Wichtig ist die Feststellung, ob «lie einzelnen Fasergruppen senkrecht, parallel oder schief zur Frontal-, Transversal- und Sagittalebene verlaufen. (Frontalebene ist die Schnittführung parallel zur Fusssohle. Transversal ebene ist der Querschnitt durch den Fuss, Sagittalebene ist der Schnitt parallel zur Längsachse des Tieres). Da wir aber sowohl den Ursprung, als auch die Funktion und den Verlauf der einzelnen Elemente klarlegen wollen, so lässt sich eine bestimmte Muskelgruppe nicht immer mit demselben Namen nennen. Dies ist besonders bei den einzelnen Teilen des Spindelmuskels der Fall. Ich führe deshalb die einzelnen Ausdrücke im folgenden an: Kolumellar- oder Spindelmuskel = Vertikalmuskulatur der patelloiden Schnecken (Teile des Spindelmuskels, welche nahezu parallel zur Transversalebene verlaufen). M. lateropedialis + M. mediopedalisder Chitonen (Sampson) = Schalenmuskel (U e x k ü 11) = System der Rückziehmuskeln (M. retractor zum Teil) = Haftmuskulatur der patelloiden Gastropoden und der Chitonen. Der Ausdruck Kolumellarmuskel ist rein anatomisch, während sich die übrigen Ausdrücke z. T. auf die Lage (den Verlauf) und auf die Funktion beziehen. Die von mir als Kolumellarmuskel betrachtete Haftmuskulatu1 der patelloiden Schnecken nennt Hub en dick, ebenfalls ganz allgemein mit dem Namen Schalenadduktor und bemerkt, dass dieser in Gruppen mit patelloider Schale gewöhnlich sehr stark entwickelt ist. Nach Habendick (p. 92) scheint der Schalenadduktor der Patelliformia (Siphonariidae und Gadiniidae, Ordnung Basommatophora) sich durch eine akzessorische Hypertrophie gewisser Teüe des Hautmuskelsackes entwickelt zu haben, analog dem Kolumellarmuskel. ,,Nur ein gewisser Teil des Schalenadduktors der Patelliformia dürfte dem-