Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 38. (Budapest 1945)
Rotarides, M.: Zur Mikromorphologie des Fusses der patelloiden Schenken
27 Columellarmuskel homolog sein, der übrige Teil ist ihm analog." Zu dieser Auffassung kann ich nicht Stellung nehmen, da mein Manuskript im Druck stand, als die schöne Arbeit K u b e n d i c ks in meine Hände gelangte. Ich arbeitete an einem für histologische Zwecke vorbereiteten Material. Aus Schnittpräparaten kann ich aber nicht entscheiden, von welchen Muskeln man die Haftmuskulatur der patelloiden Schnekken ableiten kann, da diese Frage sich nur an ontogenetischem Material erforschen lässt. Während die lo ko motorische Muskulatur im Grundprinzip bei allen Gastropoden in der gleichen Weise ausgebildet, bezw. verteilt ist, lassen sich in der Ausbildung und Lagerung der Körpermuskulatur (Eigenmuskulatur der Körperwände) und des Spindelmuskels weitgehende Unterschiede feststeilen. Die Körpermuskulatur scheint nach den einzelnen systematischen Gruppen gewisse Unterschiede aufzuweisen. Vor allem wird sie durch die verschiedene Ausbildung der Hautdrüsen und des Bindegewebes beeinflusst. Die grössten Abweichungen zeigt aber der Spindelmuskel selbst. Sie sind z. T. phylogenetisch bedingt, z. T'. aber jüngere Erwerbungen und lassen sich aus der Schalenform und der Lage des Eingeweidekomplexes ableiten. So ist der Spindelmuskel der Stylommatophoren als weitgehend differenzierter Retraktor wirksam, der in einzelne, scharf gesonderte Muskelbündel zerfällt, während er bei den übrigen Gruppen mehr diffus verteilt erscheint. Bei den patelloiden Prosobranchiern und Basommatophoren ist der Spindelmuskel als Haftmuskulatur ausgebildet. Nur der vordere Fussretraktor zeigt bei den Prosobranchiern und bei den Pulmonaten Übereinstimmungen, da er bei den untersuchten Arten fast überall mehr diffus erscheint, d. h. strahlenartig verteüt ist. Die patelloiden Schnecken bilden aber auch in dieser Hinsicht eine Ausnahme; bei ihnen ist nämlich der ,,Fussretraktor" verschwunden und es kann angenommen werden, dass die Fasern dieser Gruppe in die Masse der Haftmuskulatur eingeschmolzen sind. Ebenso fehlt bei diesen Formen, zumindest in einer typischen Ausbildung, der hintere „Fussretraktor", während er bei den spiralig gewundenen Prosobranchiern, ferner bei manchen Basommatophoren (wie Amphibola, nach Hubendick) als Operkelmuskel auftritt und bei den Stylommatophoren ebenfalls eine ziemlich einheitliche und selbständige Muskelgruppe darstellt. Die Frage der Umwandlung des Spmdelmuskels einzelner abgeleiteter Formen, wie Nacktschnecken, Raublungenschnecken (Daudebardia) und überhaupt von Formen mit stark reduzierter Schale scheint weniger mikromorphologischer als histologischer Natur zu sein. Bei diesen Formen ist nämlich nicht nur die Lagerung und die Verteilung, son-