Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 36. (Budapest 1944)
Meznerics, I.: Die Brachipoden des ungarischen Tertiärs
tó (—ampulla)- Exemplare mit der Gruppe Terebratula Scillaeampulla zu identifizieren sind, z. T. aber wahrscheinlich eine neue Terebratula-Art vertreten. Cistella cfr. cuneata und Cistella cfr. cordata, die A. KOCH aus dem iSiebenbürgischen Becken erwähnt, mußte ich aus der Liste der ungarischen Tertiär-Brach iopoden streichen, da isie — umsomehr mir das Material nicht vorlag — einerseits nicht zu kontrollieren sind, andererseits aber das „cfr." auf ein nicht allzu gut erhaltenes, nur schlecht bestimmbares Material verweist. Cistella costulata, die VADÁSZ aus dem Mediterran von Ribice erwähnt, wird hier unter dem Namen Argyrotheca squamata angeführt, weil SACCO die Art Cistella costulata mit Cistella squamata identifiziert, welche letztere bei Argyrotheca untergebracht wurde. DREGER -(13) und KOCH (27, II. Teil) erwähnen Cistella interponens von Lapugy, bzw. aus Siebenbürgen. Die von DREGER aufgestellte neue Form konnte nach ihrer Beschreibung und Abbildung auf Grund meiner Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. NOSZKY führt von Püspökhatvan Terebratula taurolata an, die aber eher als Formenkreis von Terebratula sinuosa bestimmt werden muß, wenigstens nach BONI'S Verfahren, der Terebratula taurolata in den Formenkreis von Terebratula sinuosa einzieht. Ebenfalls mit Terebratula sinuosa ist das von ST. MAJER als Terebratula (Lyothirina) rovasendiana var. longostricta und A^on BOGSCH als Terebratula cfr. rovasendiana angeführte Material zu identifizieren, da BONI'S populationsstatistische Untersuchungen gezeigt haben, daß Terebratula rovasendiana keine selbständige Art ist, sondern in den Formenkreis der Terebratula sinuosa gehört. Da aber der größte Teil dieser Arten nur in wenigen Bruchstücken vorliegt, kann an ihnen die variationsstatistische Methode nicht angewendet werden; was wir feststellen können, ist ausschließlich die Tatsache, daß sie in die Formenreihe der Terebratula sinuosa gestellt werden müßen. NOSZKY'S Terebratula cserhátiensis von Püspökhatvan scheint gleichfalls eine Seitenform der äußerst variablen Terebratula Hoernesi zu sein, umsomehr als diese Lokalität mehrere breitere Armklappen lieferte, die Bereits zu Terebratula Hoernesi hinüberführen. Ungefähr dasselbe muß auch bei Terebratulina caputserpentis var. hungarica festgestellt werden; die Selbständigkeit dieser Lokalart kann vorderhand auf Grund einzelner Exemplare nicht gesichert werden, da eine Umgrenzung bloß an Hand eines variationsstatistisch verwertbaren größeren Materials möglich sein wird.