Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 36. (Budapest 1944)

Meznerics, I.: Die Brachipoden des ungarischen Tertiärs

Stielöffnung ist lippenartig ausgezogep und erreicht beinahe die Armklappe. Die Armklappe zeigt starke Biplikation und den da­zwischen liegenden Vertiefungen entsprechend erhebt sich an der Stielklappe eine kräftige Längsfalte. Nach SACCO (47, S. 15) steht T. styriaca T. sinuosa sehr nahe, doch ist sie von dieser gut zu unter­scheiden. Diese Beobachtung kann auch am ungarischen Material wiederholt werden, insofern bei Sámsonháza und Márkháza neben T. styriaca auch T. sinuosa gelebt hat. Die auffallendsten Unterschiede zwischen beiden Formen sind der stark eingekrümmte Wirbel und die gestreckt-fünfeckige Form von T. styriaca gegenüber dem kür­zeren Wirbel Und der gerundeten Form von T. sinuosa. Von T. ke­menczeiensis ist sie durch die stark aufgeblähte Gestalt sicher zu un­terscheiden. , Die mir zugänglichen Exemplare dieser Art stimmen unit den DRIEGERschen Originalen aus Nagyhöflány (Kom. Sopron) vollkom­men überein, was ich am Originalmaterial des Naturhistorischen Museums zu Wien selbst feststellen konnte. Allerdings muß aber hervorgehoben werden, daß T. styriaca — was Gestalt und Breite der Schalen betrifft — ziemlich variabel ist. DREGER kennt die Art nur von der obenerwähnten Lokalität. Ich konnte sie außer von Nagyhöflány auch noch von Kemence, Márk­háza, Felsőtold und Zebegény (Kom. Nógrád) und aus dem Oberen Mediterran von BerkeszpaíSka (Kom. Szatmár) nachweisen; die Art ist also die am häufigsten vorkommende Brachiopodenforrii des un­garischen Tertiärs. Terebratula kemenczeiensis MATER 1915. (Taf. IV. Abb. 8—12) 1915. Terebratula kemenczeiensis MATER: 29, p. 74. Taf. 2. Abb. 1. a-d. Nach MAJER liegt in Terebratula kemenczeiensis eine länglich­fünfeckige, flache Terebratula-Art vor, mit schmalem, stark gekrümmtem Wirbel, ohne lippenartige Ausbuchtung und kleiner Deltidialöffnung. In der Mitte der Stielklappe befindet sich eine bis zum Wirbel reichende flache Falte, der an der Armklappe eine bis zur Schalenmitte reichende Furche entspricht, die beiderseits von je einer flachen Falte umsäumt wird; diesen Falten entspricht an der Stielklappe je eine bis zum oberen Drittel der Klappe reichende, breite Furche. An beiden Klappen sind starke Zuwachsstreifen zu beobachten. Die Art steht Terebratula styriaca am nächsten, doch

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