Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)
Allodiatoris, I.: Craniometrische Untersuchungen an Gorilla-Schädeln
An den von mir untersuchten Schädeln versuchte ich die von RZASNICKY angegebene Methode durchzuführen, jedoch mit nur geringem Erfolg. RZASNICKY schrieb nämlich seine Arbeit auf Grund der von COOLIDGE gemessenen Schädel. So lagen ihm die Angaben von fast 200 Schädeln vor, während mir insgesamt 11 Schädel zur Verfügung standen. RZASNICKY berücksichtigte ferner bei seinem Untersuchungen die Schädel der jungen, sowie die der weiblichen Exemplare nicht. Bei Befolgung desselben Grundsatzes würden mir aber nur mehr die Angaben von 5 Schädeln erwachsener Männchen übriggeblieben sein. Außerdem kannte RZASNICKY auch die genaue Herkunft der Schädel, während mir dieser große Vorteil versagt blieb, da ich nur die Herkunft sehr weniger Schädel kannte. Trotz aller dieser Schwierigkeiten führte ich die Untersuchungen mit der Méthodes RZASNICKY ZU Ende, wobei ich dieselben 6 Indices in Betracht zog, wie RZASNICKY selbst. Bei den Indices I, IV und VI. erhielt ich sehr abweichende Resultate, so daß ich sie nicht in jene Index-Gruppen einteilen konnte, die von RZASNICKY aufgestelt worden waren. Deshalb zerfielen bei mir diese Index-Gruppen in 6 Gruppen symbolischer Male. Dann stellte ich die sich auf die einzelnen Schädel beziehenden symbolischen Male zusammen, doch traten diese sehr stark vermengt auf, weshalb reine, selbständige Gruppen nicht aufzustellen waren. Die von RZASNICKY angegebenen Index-Grenzwerte waren ebenfalls an sehr vielen Stellen derart niedrig, bezw. viel zu hoch, so daß ich auch diese Art der Gruppierung nicht in Betracht ziehen konnte. Bei der Feststellung der Komplexe und später bei der Aufstellung der einzelnen Maß- und Indexgruppen werden hauptsächlich die Fundstellen herangezogen, während bei den von mir untersuchten Schädeln nur zwei mit genaueren Fundortsangaben versehen sind: der eine stammt aus Gabun, der andere aus Kamerun. Die Maße und Indices der einzelnen von verschiedenen Stellen stammenden Schädel sind zwar bekannt, doch können die Variations-Grenzwerte der vielleicht hierher gehörenden Schädel ohne die Kenntnis der entsprechenden Daten mehrerer von derselben Fundstelle stammender Schädel nicht festgestellt werden. Schließlich zeichnete ich noch ein Graphikon, in welchen ich auf der horizontalen Achse die arithmetischen Mittelwerte der 10 von COOLIDGE angegebenen Maße auftrug und dann im weiteren die entsprechenden Angaben der einzelnen Schädel einzeichnete. Dadurch erhielt ich eine kontinuierliche Kurve, mit deren Hilfe es ersichtlich wird, daß zwei der untersuchten Schädel, und zwar Nr. 141 und Nr. 6 bezüglich aller ihrer Maße über der Horizontalen