Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)
Allodiatoris, I.: Craniometrische Untersuchungen an Gorilla-Schädeln
bleiben. Die Maße des Schädels Nr. 1572/b liegen aber alle unter der Horizontalen. Die Mehrzahl der Maße des Schädels Nr. 668 ziehen ebenfalls unter der horizontalen Achse, während sich ein Maß über sie erhebt; zwei Maße dieses Schädels konnten infolge der starken Beschädigungen, die er erlitten hatte, nicht festgestellt werden. Da aber auch das letzte Maß abermals unter der Horizontalen liegt, so kann wohl angenommen werden, daß auch die beiden fehlenden Maße unter der Horizontalen liegen, oder zumindest in ihrer Nähe. Die ersten 5 Maße des Schädels Nr. 667 liegen oberhalb der Achse, die folgenden 3 unter ihr, dann wieder eines ober ihr, während die übrigen die Achse nicht erreichen. Das Graphikon läßt also auf den ersten Anblick erkennen, daß je zwei Schädel zu einer Unterart gehören, während der fünfte eine Übergangs form darstellt. Dieselbe Feststellung bezieht sich auch auf das von den Weibchen angefertigte Graphikon. Auch hier liegen die Maße von zwei Schädeln über der Horizontalen, die von zwei anderen unter ihr, während die Maße des 5. Weibchens zum Teil oberhalb, zum Teil aber unterhalb dieser Linie liegen. Wie wir also sehen, ist es ohne die Kenntnis der Herkunft der Schädel, nur auf Grund ihrer Craniometrischen, Untersuchung nicht zu entscheiden, welcher Unterart ein Schädel angehört. Soviel kann aber mit Sicherheit festgestellt werden, daß die individuelle Variation der Gorillas sehr groß ist und daß die Aufteilung in zahlreiche Unterarten nicht zurecht besteht. Die Arbeiten von COOLIDGE und RZASNICKY geben sehr interessante und außerordentliche Gesichtspunkte bekannt, doch sind die ihrer Ansicht nach ausschlaggebenden Methoden, mit deren Hilfe sie die Zugehörigkeit der Schädel zu den einzelnen Unterarten feststellten, ohne die Kenntnis der Herkunft der Schädel nicht hinreichend. Denn wie es aus der vorliegenden Arbeit hervorgeht, wurde die Methoden vollkommen durchgeführt mit dem Ergebnis, daß solche Schädel in die Gruppe der BergGorillas gerieten, von welchen zweifellos festgestellt werden kann, daß die aus den Küstengebieten stammen. Daher wäre die Ausarbeitung einer Methode sehr wichtig, die es gestatten würde, jeden Schädel, ohne seine Herkunft zu kennen in eine der Unterarten einzureihen. Wie ich es schon oben erwähnte, wäre es meines Erachtens viel angezeigter, unter Berücksichtigung der Gliedmaßen, oder des Rumpfskelettes eine Methode auszuarbeiten, die die Bestimmung der einzelnen Unterarten ermöglichen würde. Die Fortsetzung der Untersuchungen in dieser Richtung ist geplant.