Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 35. (Budapest 1942)
Éhik, J.: Eine neue Alpenwühlmaus, Microtus (Chionomys) radnensis, aus Siebenbürgen
den Gebirgen Siebenbürgens lebt und es nicht ausgeschlossen, daß diese Art auch in den echten Karpaten vorkommt. 1 Wir wollen nun die vorliegenden Tiere zuerst unter diesem Gesichtspunkte untersuchen. Die Diagnose für Microtus ulpius lautet wie folgt: „Similar to Microtus nivalis, but coluor darker and tail usually brown above (often distinctly bicolor throughout); posterior border of palate with median ridge sharply defined, its width less than that of deep lateral pit." Die beiden aus dem Radnaer Gebirge stammenden Tiere und •ein mir ebenfalls zur Verfügung stehendes Tier aus der Csernahora (Marmaros-Gebirge, in der südlichen Fortsetzung der Hoveria Spitze, galizische Seite) unterscheiden sich in ihrer Färbung nicht •einmal in Nuancen von dem zum Vergleich vorliegenden Exemplar der Alpenwühlmaus aus Tirol. Nach MILLER ist der Schwanz von M. ulpius auf der Oberseite in der Regel braun, häufig ausgesprochen zweifarbig. Der Schwanz eines der beiden Radnaer Exemplare (Nr. 4176/1) erscheint nun in der Tat zweifarbig, uzw. oben braun und unten weiß, der des anderen Tieres (Nr. 4176/2) ist aber oben und unten weiß, wobei noch hinzugefügt werden kann, daß das Weiß der Oberseite eine kaum wahrnehmbare bräunliche Abschattierung aufweist. Der Schwanz des Tieres von der Csernahora ist oben und unten braun. Auf Grund dieses Merkmales kann also die vorliegende Art nicht zu M. ulpius gestellt werden, besonders dann nicht, wenn wir sehen, daß auch der Schwanz dies Vergleichsobjektes aus Tirol zweifarbig ist, uzw. oben braun und unten weiß. Ohne ausreichendes Vergleichsmaterial ist die zweite sicli auf den Bau des Schädels beziehende Hälfte der Diagnose von M. ulpius viel schwerer auszuwerten. Es soll hier festgehalten werden, daß ich im weiteren bei der Benennung der einzelnen Teile des Gaumendaches die ausgezeichneten Termini technici von L. MÉHELY 2 verwende. Nach der Diagnose für M. ulpius grenzt der Hinterrand des Gaumenknochens spitzwinkelig an den Mitteldamm (median ridge— carina mediana) : der Gaumenknochen selbst ist schmäler als die Breite der tiefen Seitengrube. Der Hinterrand des Gaumenknochens, welcher zweifellos mit dem Vorderrand der Fossa interpterygoidea) zusammenfällt, erscheint bei den Radnaer Exemplaren in einem schönen, glatten Bogen vorgewölbt, aus welchem das Ende des Mitteldammes nicht 1 MILLER, G. S., Catalogue of the mammals of Western Europe. Loudon 1912. p. 723 und Ann. Mag. Nat. Hist. 1908, p. 100. 2 MÉHELY, L., Fibrinae Hungáriáé, Budapest 1914, p. 31.