Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Homonnay, N.: Zur Erklärung und Wertung einiger biosoziologischer Begriffe in der Ornithologie

3. Der Einfluß der Biocönose des Vogel-Biochors auf die Entstehung von Vogelgemeinschaften. In den nach ihren landschaftlichen Charakteren voneinander abzutrennenden Vogei-Biochoren sind immer der natürlichen Land­schaft entsprechende, charakteristische Vogelgemeinschaften (Orni­thobiocönosen) zu finden. Diese charakteristische Lebensgemein­schaft erweist sich auch zur Begrenzung des Lebensraumes der Vögel als geeignet, da bei abweichendem landschaftlichem Charakter auch die Biocönose abweichend erscheint. Bei der Erforschung der Lebensräume der Vögel führt die biologische Untersuchung einzel­ner Tiere (ldiobiologie), d. h. die Untersuchung einer aus ihrer Umgebung herausgerissenen Art ohne Rücksichtnahme auf die üb­rigen Lebewesen, nicht zum Ziele, da wir auf diese Weise die kau­salen Zusammenhänge nicht erkennen, weiters auch nicht die ört­lichen Eigentümlichkeiten des Lebensraumes, die Ursachen der Veränderungen, sowie die anderen, sich zwischen den Vögeln und den übrigen MitgHedern der Tierwelt ergebenden Zusammenhänge, die weitgehendst zur Aufklärung der ornithologischein Eigentüm­lichkeiten einer Gegend beitragen. Gerade deshalb sind einzig und allein die symbiologischen Untersuchungen erfolgverheißend, in welchen z. B. die Vogelarten eines Biochors ausschließlich als die Mitglieder der gegebenen Lebensgemeinschaft in Untersuchung ge­zogen werden, wobei aber gleichzeitig auch alle übrigen, vom omi­thol ogi sehen Standpunkte aus in Betracht kommenden Mitglieder der tierischen und pflanzlichen Lebensgemeinschaft berücksichtigt werden. Das ist deshalb sehr wichtig, da diese Mitglieder zweifellos von großem Einfluß sind auf das Vogelleben in den verschiedenen Biochoren, doch liegen diesbezüglich eingehendere Untersuchungen heute noch nicht vor, weshalb noch zahlreiche Probleme vorderhand unbeantwortet bleiben müssen. Wenn wir derartige Gesichtspunkte in Betracht ziehen, so sehen wir, daß viele ähnliche, einander mehr oder weniger nahe liegende Lebensräume mit übereinstimmenden Umweltsverhältnissen sich infolge der verschiedenen in ihnen vor­herrschenden Lebensgemeinschaften (Biocönosen) scharf voneinan­der unterscheiden, was aber von ausschlaggebendem Einfluß ist auf die Niederlassung und Lebensweise der Vögel, sowie auch auf die Zusammensetzung der Vogelgemeinschaften. Der äußere Aufbau der Holobiocönose läßt nicht immer die Lebensbedingungen erken­nen, die von gewissen verborgeneren bioeönotischen Zusammen­hängen hervorgerufen werden. Unbedingt notwendig zur Losung

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