Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Homonnay, N.: Zur Erklärung und Wertung einiger biosoziologischer Begriffe in der Ornithologie

gewisser Fragen erscheinen die biocönotischen Arbeitsmethoden dort, wo es sich um gemischre Gebiete, bezw. um Ubergangsgebiete han­delt. In diesen Fällen können wir nämlich das Biochor infolge der unregelmäßigen, oder vermischten Anordnung der Mitglieder der Biocönose nicht genau abgrenzen. Besonders wegen der unregel­mäßigen Verteilung der Mitglieder der Pflanzengemeinschaften er­geben sich auffallende Unterschiede in den Niederlassungen der Vögel. Die Lebensgemeinschaften zeigen dann große Abweichungen, wenn sich das eine oder andere Glied der tierischen oder pflanzli­chen Biocönose in stärkerem Ausmasse vermehrt, wofür in Ungarn die Anpflanzung der Akazien ein vortreffliches Beispiel darstellt, da die Akazienbestände den Vögeln ganz andere Biotope bieten, als andere, ursprünglichere Wälder, wie z. B. Stein-, oder Zerreichen­wälder. Die hervorragende Eigenschaften zeigenden Akazien wer­den auch anstelle von ausgeordneten Stein- und Zerreichenwäldern angepflanzt und an solchen Orten läßt sich die umwandelnde Wir­kung der neuen Umgebung auf die Biocönose sehr gut beobachten. Solange es in Ungarn keine Akazienbestände gab, waren die Vögel gezwungen, sich auf andere Weise in die Lebensgemeinschaften ein­zufügen und diese Umweitswirkung ist vom Standpunkte der Fau­nenentwicklung außerordentlich wichtig, da -ich infolgedessen die Lebensbedingungen vieler Vogelarten weitgehendst verändert ha­ben, was aber gleichzeitig ein sehr schönes Beispiel für die Verände­rungen in den Biocönosen, sowie für die Anpassungsfähigkeit der Vögel bildet. In Gebieten/ in welchen Glieder einer gemischten Bio­zönose leben und welche gegeneinander nicht scharf abgegrenzt werden können, oder einander sehr nahe liegen, können die einzel­nen Gebiets-Typen voneinander nur durch die Biocönosen selbst unterschieden werden. So können wir die Grenze eines Lebensrau­mes oft nur auf Grund der sich aus der eigentümlichen Situation ergebenden Biocönose genauer abstecken und nach dieser Grenze muß sich auch die veränderliche artliche Konstitution der Vogelarten richten, sowie die dementsprechend mögliche Niederlassung. Die durch den Ort gegebenen Vor- und Nachteile führen zur Nieder­lassung gewisser Vogelarten, während andere Arten wieder aus demselben Grunde ausfallen: so gewährleistet also die Holobiocönose eines Vogelbiochors die Ausbildung von Vogelgemeinschaften und ihre Dichte, sowie auch alle übrigen Momente des Vogellebens. Die Vogel-Biotope können aim entsprechendsten durch Auftei­lung der durch landschaftliche Charaktere umrissenen Biochore in -einzelne Abschnitte untersucht und die Ergebnisse bezüglich des

Next

/
Thumbnails
Contents